Nordkurier-Leserin will reisende Gesellen unterstützen:

Zwei Zimmerer auf der Walz: Arbeitsangebot kommt zu spät

In Neubrandenburg treffen reisende Gesellen auf viel Verständnis. Auch hier hätten sie Arbeit und Unterkunft gefunden.

Florian und Jean-Pierre sind als "fremde freireisende Zimmerer" auch durch Neubrandenburg gezogen.
Marcel May Florian und Jean-Pierre sind als "fremde freireisende Zimmerer" auch durch Neubrandenburg gezogen.

Schade, dass sie schon weitergezogen sind, die beiden Zimmerergesellen auf der Walz, die vorige Woche in Neubrandenburg die Blicke auf sich zogen: Dorit Bergmann aus Rowa hätte Florian und Jean-Pierre gern noch Unterkunft und Beschäftigung angeboten. „Wir bauen zurzeit am Haus ein bisschen was neu. Da wäre es schön, wenn sie mithelfen“, meint die Nordkurier-Leserin. Sie hätte die jungen Männer sogar noch weitervermitteln können. „Ein Bekannter von uns stellt Wikingerboote her. Das wäre bestimmt mal was Anderes, Ungewohntes für die beiden gewesen.“ Damit hätten die Walzbrüder sogar die Bedeutung der Walz im engeren Sinne erfüllt: sich weiterbilden, neue Handwerkstechniken und -methoden kennenlernen. Zum Wohnen hätte eines der Ferienhäuser der Familie Bergmann zur Verfügung gestanden.

Doch Jean-Pierre und Florian sind bereits weiter südwärts gezogen. Ihr Ziel war der nordbayerische Ort Hof, wo sie über Bekannte eine neue Arbeitsstelle angeboten bekamen. „Schade“, findet Dorit Bergmann auch in dieser Hinsicht: „Nächste Woche hätten wir die beiden im Auto mitnehmen können, weil wir in diese Richtung fahren.“ Sie findet es großartig, dass es auch heutzutage noch Walzbrüder gibt, dass jemand freiwillig für drei Jahre auf jeden Luxus verzichtet. Den beiden "frei reisenden Zimmerleuten", wie sie sich selbst nennen, wünscht die Rowaerin alles Gute und viel Glück auf ihrer Reise.

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