Kanuten hängen Schiff ab:

Zwölf Bizepse lassen 120 PS keine Chance

So einen Wettkampf hat es auf dem Tollensesee bisher noch nicht gegeben. Das Motorschiff "Rethra" tritt gegen sechs Männer an, die eigentlich ganz andere Distanzen und Gewässer gewöhnt sind.

Geschafft. Die Outrigger-Kanuten vom Polizeisportverein haben dem Motorschiff den Schneid abgekauft.
Jörg Franze Geschafft. Die Outrigger-Kanuten vom Polizeisportverein haben dem Motorschiff den Schneid abgekauft.

Sechs Kanuten in Bestform haben bei einem Rennen über 250 Meter auf dem Neubrandenburger Tollensesse das Ausflugsschiff "Rethra" samt Besatzung auf Platz 2 verwiesen. Die Kanuten hatten von Anfang an in Führung gelegen und sie auch nicht mehr abgeben, auch wenn die "Rethra" bei starkem Wellengang zwischenzeitlich aufgeholt hatte.

Zuvor hatten sich Frank Guski, der Mann am Ruder der "Rethra", und auch Mike Rolle, Kapitän der Kanuten-Truppe im Outrigger, bedeckt gehalten hinsichtlich der Favoritenrolle. Keiner habe Erfahrungen mit so einem Wettstreit, hieß es bei den Männern.

Die Voraussetzungen waren auf beiden Seiten gut. Die "Rethra", mit ihren 23 Metern Länge und 14 Tonnen kein Riesenkahn, der nur schwer in die Gänge kommt. Und die Kanuten sind fit wie ein Turnschuh, im Boot Männer, die schon gemeinsam mit der Kanu-Legende Andreas Dittmer im Outrigger von Bornholm bis Rügen "geschippert" sind. Immerhin - über 100 Kilometer auf der Ostsee in nur wenig mehr als neun Stunden.