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Neuer Anlauf Richtung Sprunggrube

VonSiegmund MenzelWeitspringerin Christin Menge vom SC Neubrandenburg will nach weniger guten Sportjahren wieder in die erfolgreichere Spur zurück. Ihr ...

Weitspringerin Christin Menge beim Krafttraining. Die Leichtathletin vom SC Neubrandenburg nimmt im Hochleistungsbereich einen neuen Anlauf. [KT_CREDIT] Foto: sim

VonSiegmund Menzel

Weitspringerin Christin Menge vom SC Neubrandenburg will nach weniger guten Sportjahren wieder in die erfolgreichere Spur zurück. Ihr Trainer ist jetzt Klaus Schlottke.

Neubrandenburg.Weitspringerin Christin Menge vom SC Neubrandenburg (SCN) geht neue Wege: Sie hat mit der neuen Saison ihren Trainer gewechselt. Die 22-Jährige wird nunmehr von Klaus Schlottke betreut. Sie war mit ihren sportlichen Leistungen in den vergangenen drei Jahren unzufrieden, wollte aber nicht aufgeben, sondern es mit einer Veränderung versuchen. Als ihren größten Erfolg bezeichnete die junge Frau die Teilnahme an der U20-Europameisterschaft 2009 in Serbien. Ihre Bestleistung beträgt 6,34 Meter, stammt aus dem Jahr danach. Seitdem ging es leider nicht so richtig vorwärts. Auch in diesem Frühjahr wurde die Leichtathletin krankheitsbedingt aus dem Rhythmus geworfen.
Zurzeit trainiert Christin Menge täglich zweimal im Kraftraum oder im Stadion. Am vergangenen Wochenende stieg der erste Wettkampf der Saison: Beim Springermeeting in Garbsen (Niedersachsen) erreichte sie eine Weite von 6,08 Metern und belegte damit den vierten Platz. „Ich war froh, dass eine Sechs vor dem Resultat stand.“ Nun folgen Wettkämpfe in Weinheim (Baden-Württemberg), Wesel (Nordrhein-Westfalen) und Neubrandenburg. Bei der Deutschen Meisterschaft am
6. und 7. Juli in Ulm möchte die SCN-Athletin endlich ihre persönliche Bestmarke verbessern.
Christin Menge kann sich in diesen Monaten voll auf ihren Sport konzentrieren. Sie absolviert bei der Landespolizei in Güstrow jeweils von September bis Januar eine Ausbildung als Polizeimeisterin. Im Frühjahr und Sommer dagegen stehen Training und Wettkämpfe auf dem Programm. Im Januar 2014 beendet sie ihre Ausbildung im Fachbereich Polizei der Fachhochschule Güstrow. Wie es beruflich weiter geht, stehe aber noch nicht fest.
Trainer Klaus Baarck habe „Tini“ in den vergangenen Jahren gut ausgebildet, meinte Klaus Schlottke und lobte zugleich das fleißige Training seines neuen Schützlings. Es werde in hoher Qualität durchgeführt. Die Leistung in Garbsen bezeichnete der Coach als „zufriedenstellend“, denn „Tini“ war im Mai zwei Wochen krank, konnte nicht viel trainieren. Jetzt gehe es darum, die Spritzigkeit und das Sprungvermögen weiter zu verbessern und an der Landungstechnik zu feilen, sagte Klaus Schlottke.
Die gebürtige Rostockerin ist in Griebenow bei Greifswald aufgewachsen und kommt aus einer sportlichen Familie. Papa war aktiver Boxer, Mama ist Sportlehrerin. Mit sieben Jahren begann Christin Menge mit der Leichtathletik. Auch ihre drei älteren Geschwister, die in Greifswald trainierten, hatten sie angesteckt. Mit zwölf Jahren kam sie nach Neubrandenburg und besuchte bis zum Abitur das Sportgymnasium.