Hilfe über Landesgrenzen hinweg:

1254 Menschen wollen Ellas Leben retten

Wenn es um ein Menschenleben geht, kennt Hilfe keine Grenzen. Das zeigte sich bei einer Typisierung potenzieller Stammzellenspender in Fürstenberg: Auch viele Strelitzer waren gekommen, berührt vom Schicksal der ein Jahr alten, todkranken Ella.

Dirk Strysewske aus Roggentin gehörte zu den rund 700 Menschen, die sich am Sonnabend in Fürstenberg typisieren ließen. Foto: Marlies Steffen
Marlies Steffen Dirk Strysewske aus Roggentin gehörte zu den hunderten Menschen, die sich am Sonnabend in Fürstenberg typisieren ließen.

Von weitem sah es ein bisschen wie ein Kinderfest aus: eine Gulaschkanone und ein Kuchenbasar waren vor der Mehrzweckhalle der Fürstenberger Grundschule aufgebaut. Die roten Luftballons der Deutschen Gesellschaft für Knochenmarkspende (DKMS) machten aber schnell deutlich: Hier geht es um eine sehr ernste Angelegenheit. Für die sterbenskranke, erst ein Jahr alte Ella Tonne aus der Nähe von Fürstenberg wird ein Stammzellenspender gesucht. Jeder Tag zählt.

Die Resonanz auf die Typisierungsaktion für potenzielle Stammzellenspender war überwältigend. 1254 Menschen ließen sich typisieren, bestätigte Christopher Krügelstein aus dem Berliner Büro der DKMS. Unter den Menschen, die Ella helfen wollen zu überleben, waren auch etliche Mecklenburg-Strelitzer. Gesichtet wurden auch Pkw mit Potsdamer und Berliner Kennzeichen.

Wegen der Eile, die geboten ist, wurden am Sonnabend in Fürstenberg keine Speichel-, sondern Blutproben genommen. Darüber hinaus freuen sich die DKMS-Aktivisten über zahlreiche Geldspenden: Mehr als 16 000 Euro an Bareinzahlungen wurden am Ende ausgezählt. Die Typisierungen an sich sind für die potenziellen Spender zwar kostenlos, kosten aber pro Person 50 Euro. Diese Summe muss aus Spendengeldern finanziert werden.

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