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144 Biker machen Alarm

Biker aus der Nähe von Neuruppin haben am Sonnabend in Mirow Station gemacht. Einen Tross in dieser Größenordnung sehen die Mirower sicher nicht alle Tage.

Das war vielleicht ein ohrenbetäubendes Geknatter. Biker fühlten sich im Strelitzer Land pudelwohl.
Marlies Steffen Das war vielleicht ein ohrenbetäubendes Geknatter. Biker fühlten sich im Strelitzer Land pudelwohl.

Thomas Niese wickelt sich das schwarze Halstuch um, setzt die dunkle Brille und den Helm auf. Doch zuvor hat er sich noch zwei kleine gelbe Stöpsel in die Ohren geschoben. Als Lärmschutz sozusagen. Sicherheitshalber. Der stellvertretende Vorsitzende des Motorradklubs Fehrbelliner Biker war am Sonnabend zwar ganz vorn aber auch mitten drin im Motorenlärm, als es wieder losgehen sollte in Richtung Heimat.

110 Kilometer auf guten Straßen

Die Mitglieder des Klubs und weitere Biker aus Berlin, Potsdam, der Prignitz und anderen Ecken Brandenburgs waren unterwegs auf ihrer Frühjahrsausfahrt. Ein hunderte Meter langer Tross rollte über die Straßen. Gerastet wurde in Mirow, wo die erstaunliche Zahl von 144 Motorrädern, drei Trikes und einem Quad denn auch für einiges Aufsehen sorgte. "So viele schwere Maschinen sieht man nicht alle Tage", sagte ehrfuchtsvoll eine Anwohnerin, die von ihrem Grundstück aus zuschaute.

Die Fehrbelliner Biker sind schon seit 1996 zu ihren Ausfahrten in großer Gesellschaft unterwegs. Nach Mecklenburg kommen sie gern, "hier sind die Straßen in gutem Zustand", lobt Thomas Niese. 110 Kilometer hatte er als Entfernungsanzeige von Fehrbellin bis Mirow auf dem Tacho. Zurück fuhren die Biker über Wittstock. Abends wollte man wieder zu Hause sein. Die große Gruppe wurde von Ordnern mit Sicherheitswesten begleitet. Und damit die Durchsagen alle hörten, hatte Thomas Niese immer sein Megaphon parat.