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„3000 Grad“-Macher wollen sich nicht kaltstellen lassen

Geht es nach dem Willen von Naturschützern, könnte das 3000-Grad-Festival auch an anderen Plätzen als in einer Kiesgrube unweit des Schmalen Luzins in Feldberg stattfinden. Was die vorgeschlagenen Alternativen angeht, runzeln allerdings die Veranstalter die Stirn.

Eingebettet in die Naturkulisse der Feldberger Seenlandschaft präsentierte sich das 3000-Grad-Festival bisher. Sind die Naturschutzauflagen in diesem Jahr zu viel für die Veranstalter?
Emanuel aka Emma Eingebettet in die Naturkulisse der Feldberger Seenlandschaft präsentierte sich das 3000-Grad-Festival bisher. Sind die Naturschutzauflagen in diesem Jahr zu viel für die Veranstalter?

Die Kinovorstellung ist sicher, das Festival noch nicht: Ob das 3000-Grad-Festival in diesem Jahr in Feldberg auf die Beine gestellt werden kann, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden. „Es gab erneut Bedenken seitens der Naturschützer“, sagt Alexander Poland vom Wustrower Verein „Fortschritt 3000“. Dem Verein als Festivalveranstalter seien zwei Alternativstandorte im Feldberger Umland vorgeschlagen worden.

Der eine zwischen Köllershof und Dolgen befinde aber sich auf einem Hügel und sei aus schallschutztechnischen Gründen ungeeignet. Zudem gebe es dort lehmige und somit sehr schlechte Bodenverhältnisse. Der andere in der Nähe von Triepkendorf mache logistisch keinen Sinn. Nordkurier-Informationen zufolge befinden sich die vorgeschlagenen Alternativstandorte dazu auch auf privatem Grund und Boden und werden derzeit sogar landwirtschaftlich genutzt.

Jetzt muss schnell ein Gutachten her

Seine Bedenken zu den vorgeschlagenen Standorten möchte der Verein jetzt auch dem Naturpark Feldberger Seenlandschaft mitteilen. Von dort stammen nämlich die Alternativangebote. „Wir hatten auch schon eine Stellungnahme abgegeben, aber es ist ein richtiges Gutachten gefordert“, so Poland. Das soll nun schnellstmöglich vorgelegt werden. „Wir möchten das Festival gern an seinem bisherigen Standort in der ehemaligen Kiesgrube am Küstersteig belassen“, sagt Alexander Poland. Den Segen der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft haben die Fortschritt-3000-Leute dafür bereits.

Das 3000-Grad-Festival war im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Feldberg über die Bühne gegangen. Es hatte 4000 Besucher gefunden. Naturschutzbedenken gab es bisher vor allem wegen der Nähe des Festivalstandortes zum Schmalen Luzin. Einzelne Beschwerden hatte es auch immer wieder über Lärmbelästigung gegeben.

Wer sich ein Bild machen will: Über die 3000-Grad-Festivals, die vor Feldberg auch an anderen Orten stattfanden, ist auch ein Film entstanden, der am 13. März um 19.30 Uhr im Feldberger Jugendklub JURi gezeigt wird. Ein Jahr lang begleitete der Filmemacher Henri Tonn die Festivalmacher. Alle eint die Leidenschaft für die elektronische Musik. Diese Leidenschaft tragen sie über die Dörfer und Städte Deutschlands, bis in die französische Hauptstadt und bis in die Niederlande.