Brücke in Himmelpfort für schwere Lastwagen gesperrt:

Abkürzung bei Fürstenberg taugt nicht für Lkw

Die Vollsperrung der Bundesstraße 96 zwischen der Landesgrenze und der brandenburgischen Kleinstadt wurde schon nach wenigen Tagen wieder aufgehoben. Seither fahren wieder mehr Lastwagen und Pkw nach Fürstenberg und von dort weiter Richtung Himmelpfort. Dabei ist die Strecke keinesfalls für schwere Laster geeignet.

Von der Landesgrenze zu Brandenburg bis in die brandenburgische Kleinstadt Fürstenberg ist die oberste Asphaltschicht der B 96 abgefräst. Befahrbar ist die Straße dennoch, die Vollsperrung wurde bereits am 20. Mai aufgehoben.
Susanne Böhm Von der Landesgrenze zu Brandenburg bis in die brandenburgische Kleinstadt Fürstenberg ist die oberste Asphaltschicht der B 96 abgefräst. Befahrbar ist die Straße dennoch, die Vollsperrung wurde bereits am 20. Mai aufgehoben.

Die Vollsperrung der Bundesstraße 96 zwischen Priepert und Fürstenberg ist zwar aufgehoben, eine kürzere Umfahrung der Stadt Fürstenberg ist möglich, allerdings ist die Abkürzung keinesfalls für Lkw geeignet. Darauf weist Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LSB) hin. In Himmelpfort gebe es eine Brücke, die für Lastwagen über 18 Tonnen gesperrt ist. Generell sei die gesamte Strecke von Fürstenberg über Himmelpfort, Bredereiche, Blumenow und Dannenwalde mit ihren scharfen Kurven und schmalen Straßen nicht für Lkw ausgelegt. Überhaupt tauge die Strecke über die Dörfer nicht, um den gesamten Verkehr der B 96 aufzunehmen. Aus Sicht der Behörde sollen sich Lkw-Fahrer und auch Pkw-Fahrer an die offizielle, weiträumige Umleitung über Wesenberg, Wustrow, Canow, Rheinsberg und Gransee halten.

Auch Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) appelliert an alle Fahrer, nicht die B 96 bis nach Fürstenberg zu nutzen und erst dort von der Bundesstraße abzubiegen, sondern schon kurz hinter Neustrelitz abzubiegen, auf die B 198 nach Wesenberg und von dort weiter auf die B 122 zu fahren. Seit ein paar Tagen spitze sich in Fürstenberg die ohnehin komplizierte Verkehrslage weiter zu, weil wieder vermehrt Lkw und Pkw in die Kleinstadt fahren und an der dortigen Vollsperrung nicht mehr richtig weiter wissen. "Die Lastwagen verkeilen sich hier regelrecht. Und die schmalen Straßen in den Dörfern und über Land werden kaputt gefahren, weisen schon erste Schäden auf", beschreibt Robert Philipp. Für Fürstenberg und Umgebung sei es sehr wichtig, dass sich alle Fahrer an die ausgeschilderte Umleitung halten.

In Fürstenberg werden seit dem 17. Mai eine Brücke und die Ortsdurchfahrt saniert. Außerdem bekommt die B 96 zwischen Fürstenberg und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern eine neue Asphaltdecke. Die Arbeiten sollen am 30. Juni abgeschlossen sein. Zunächst hatte der LSB gegenüber dem Nordkurier angekündigt, die gesamte mehr als acht Kilometer lange Strecke während der ganzen Bauzeit zu sperren. Doch schon am 20. Mai wurde das Teilstück von Fürstenberg bis zur Landesgrenze wieder freigegeben und nur die innerörtliche Vollsperrung in Fürstenberg aufrecht erhalten. Nur Ende Juni, wenn der neue Asphalt aufgebracht wird, soll die Bundesstraße erneut für ein paar Tage voll gesperrt wird. Der LSB hatte die Öffentlichkeit nicht umfassend über die aufgehobene Vollsperrung informiert. Nur auf der Internetseite des Betriebes ist ein kleiner Hinweis zu finden.

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