Parkverbot mal anders:

Acht Steine des Anstoßes an Woldegker Wohnblock

Vorsicht, Stolperfalle: Hinter dem Wohnblock, in dem Klaus-Dieter Wassnick seit 50 Jahren lebt, liegen plötzlich Findlinge. Das Ganze hat System.

Klaus-Dieter Wassnick befürchtet, dass er im Dunkeln über die Findlinge hinter seinem Haus stolpern könnte.
Susanne Böhm Klaus-Dieter Wassnick befürchtet, dass er im Dunkeln über die Findlinge hinter seinem Haus stolpern könnte.

Klaus-Dieter Wassnick aus Woldegk wurden Steine in den Weg gelegt. Große Steine, und gleich acht Stück. Die Findlinge liegen an der Hauswand aufgereiht hinter einem Wohnblock in der Ernst-Thälmann-Straße, in dem der heute 77-Jährige seit 50 Jahren lebt. Zum einen fürchtet er nun, über die Brocken zu stolpern, wenn er nach Einbruch der Dunkelheit den Hintereingang des Mietshauses nutzt. Zum anderen erschweren die Steine das Parken direkt am Haus.

Um genau dieses Parken zu verhindern, hat die Wohnungsgenossenschaft Woldegk die Steine anliefern lassen, erklärt Genossenschafts-Vorstand Peter Fritzsche. Bislang konnten Autos unmittelbar an der Hauswand abgestellt werden, dadurch fühlten sich andere Mieter gestört. Außerdem drückten die Autos Dellen in den unbefestigten Boden, durch die Regen­wasser an die Hauswand geleitet wurde.

Parkplatzprobleme sieht Fritsche wegen der Findlinge nicht. Wer einen Stellplatz gemietet hat, kann sein Auto wenige Meter von der Hauswand entfernt auf dem Innenhof abstellen. Außerdem gebe es ganz in der Nähe öffentliche Parkplätze. Im Übrigen seien die Findlinge eine Notlösung. „In absehbarer Zeit wird der Innenhof ausgebaut. Dann werden auch Parkplätze angelegt, und die Steine verschwinden.“ Ein Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest.

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