Spontane Sperrungen möglich:

Achtung Fahrer - Am Straßenrand fallen Bäume!

Die vielen Baustellenampeln jetzt im Herbst mögen manchen Autofahrer verärgern. Wenn aber etwa die Strelitzer Förster dieser Tage die Lichtsignale mal auf Rot stellen, kommt das letztlich der Sicherheit auf den Straßen und einer weiterhin freien Fahrt zugute.

Ein prüfender Blick, bevor Forstwirt Volkmar Berndt die Motorsäge ansetzt. Beim Fällen darf kein Auto die Straße passieren.
Foto: Tobias Lemke Ein prüfender Blick, bevor Forstwirt Volkmar Berndt die Motorsäge ansetzt. Beim Fällen darf kein Auto die Straße passieren.

Wenn im Wald krachend ein Baum fällt, muss das nicht unbedingt mit dem Holzeinschlag, der Ernte von Nutzholz zu tun haben. Wälder werden von Straßen und Bahnstrecken durchschnitten. Dort muss die Forst für die Sicherheit am Fahrbahn- und Gleisrand sorgen, und das bei jedem Wind und Wetter, wie sich dieser Tage zeigt. Neben so manchen Straßenbaustellen müssen Autofahrer daher mit zusätzlichen Behinderungen durch die Fällarbeiten rechnen.

Am Freitag muss der rollende Verkehr auf der B 193 zwischen Brustorf und Neustrelitz mit einer Spontan-Baustelle rechnen. Anfang der kommenden Woche finden entlang der Kreisstraße von Wokuhl nach Fürstensee Waldarbeiten statt, informiert das Neustrelitzer Forstamt. Mit den Verkehrsbehörden sind die Tage abgestimmt, an denen gefällt wird.      

„Jeder Waldbesitzer - also auch die Landesforst - ist verpflichtet, Gefahren, die vom Wald ausgehen zu verhindern“, erklärt Matthias Puchta, Leiter im Neustrelitzer Forstamt in Wilhelminenhof. Mehr als 60 Kilometer Straßen, 23 Gebäude, Parkplätze und Campingplätze sowie 23 Kilometer Bahnstrecke müssen die Revierförster rund um Neustrelitz daher im Auge behalten. Für normale Waldwege muss diese strenge Kontrolle allerdings nicht erfolgen. Dort müssen Wanderer und Spaziergänger „waldtypische Gefahren“ in Kauf nehmen.