Unterwegs auf Eine-Welt-Mission:

Afrika-Ausstellung macht Reisebilder wieder lebendig

Wo entstehen die Sisalkörbe, die im Eine-Welt-Laden verkauft werden?  Die Neustrelitzerin Elisabeth Osterberg hat sich auf den Weg gemacht und dazu eine Ausstellung gestaltet.

Mit der Fair-Trade-Handelsorganisation El Puente war die Neustrelitzerin Elisabeth Osterberg in Kenia zu Gast. Über die Eindrücke dieser Reise hat sie eine kleine Ausstellung gestaltet.  
Elisabeth Osterberg Mit der Fair-Trade-Handelsorganisation El Puente war die Neustrelitzerin Elisabeth Osterberg in Kenia zu Gast. Über die Eindrücke dieser Reise hat sie eine kleine Ausstellung gestaltet.  

Gerade sind diese Bilder von einem fernen Kontinent für Elisabeth Osterberg wieder besonders lebendig geworden: Bilder aus Afrika. Vor zwei Jahren war die Neustrelitzerin für eine Woche mit der Fair-Trade-Handelsorganisation El Puente in Kenia. Es war ein Arbeitsbesuch, keine Touristenreise. Jetzt ergab sich die Gelegenheit, die damals entstandenen Bilder auch öffentlich zu zeigen. In der Arztpraxis von Dr. Martin Klein in der Neustrelitzer Mühlenstraße ist die kleine Auswahl zu sehen.  

Die Kleinstadt Kisii, wo  rund 15 000 Menschen von Abbau und Verarbeitung des Specksteins leben, und Machakos, wo die derben Fäden des Sisal zu Körben verarbeitet werden, waren zwei Stationen der Exkursion.  Als Gründungsmitglied des Neustrelitzer Eine-Welt-Vereins nutzte Elisabeth Osterberg  die Gelegenheit, sich bei Produzenten in Kenia um­zuschauen. Sie besuchte gemeinsam mit weiteren Eine-Welt-Aktivisten aus ganz Deutschland Frauen, die sich nach ihrer Arbeit auf dem Feld an das Flechten von Sisal-Körben machen, und Männer, die dem Specksteine eine Form geben. „Alles passiert in Handarbeit.  Zum Teil sind enorme fein­motorische Fähigkeiten gefragt. Etwa wenn ein Schachbrett millimetergenau aus einem Speckstein ausgesägt werden muss oder wenn die Schachfiguren geschliffen werden“, erzählt Elisabeth Osterberg. Die Organisation El Puente sichert den Arbeitern eine faire Bezahlung ihrer Produkte. Während des Aufenthalts der Deutschen in Kenia ­wurde durch die vor Ort ansässige Kooperative  aus Handwerkern eine Bibliothek eingeweiht, die aus Spenden, auch aus Deutschland, finanziert werden konnte. 

Für die Ausstellung in der Arztpraxis in der Mühlenstraße hat die Neustrelitzerin nicht nur auf ihre Bilder aus Afrika zurückgegriffen. In Vitrinen sind auch die Produkte zu sehen, die in Kenia aus Sisal und Speckstein entstehen und die im Eine-Welt-Laden an der Neustrelitzer Stadt­kirche verkauft werden. Elisabeth Osterberg ist sicher, dass sie nicht das letzte Mal in Afrika war, denn ihre Großmutter stammt aus Tansania. Die Neustrelitzerin hat sich deshalb fest vorgenommen, irgendwann ihre Füße dahin zu setzen, wo schon die Groß­mutter und die Urgroß­eltern unterwegs waren.

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