Streit um Bewerbungen:

Alarm! Feuerwehr sauer auf Stadt

Nachdem sich schon im November Ärger angebahnt hatte, machen sich die Kameraden der Neustrelitzer Feuerwehr jetzt richtig Luft. Der Vorwurf an die Stadt: Das Rathaus tut sich schwer, Feuerwehrleute einzustellen. Einen Kameraden hat es dabei besonders hart getroffen.

Was läuft da im Rathaus mit den Bewerbungen der Feuerwehr? Es gibt unterschiedliche Antworten von Stadt und Feuerwehr.
Archiv: Nordkurier Was läuft da im Rathaus mit den Bewerbungen der Feuerwehr? Es gibt unterschiedliche Antworten von Stadt und Feuerwehr.

Noch immer schwelt der Ärger bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Neustrelitz. Bei der Jahreshauptversammlung machten viele Kameraden noch einmal auf die Missstände aufmerksam, mit denen sie zur Zeit zu kämpfen haben.

Das dringlichste Problem: Obwohl die Stadt es sich selbst zur Bedingung gemacht hatte, Feuerwehrleute, die sich auf städtische Stellenausschreibungen bewerben, einzuladen und bei gleicher Qualifikation bevorzugt einzustellen, hatte der ehemalige Jugendwart der Neustrelitzer Feuerwehr gleich mehrmals das Nachsehen bei den Bewerbungsprozessen.

11 Mal beworben - ohne Erfolg

„Insgesamt elfmal hatte sich unser Kamerad auf verschiedene Stellen bei der Stadtverwaltung und den Stadtwerken beworben. Dass bei seiner letzten Absage darauf verwiesen wurde, dass der Mitbewerber sich durch ein Praktikum qualifiert hatte, finde ich zynisch. Unser Kamerad absolviert seit über 20 Jahren ein Praktikum bei der Stadt – nämlich bei der Feuerwehr“, zürnt Hauptlöschmeister Jörg Westphal. Lediglich vier Feuerwehrleute sind bei Stadt und den Stadtwerken angestellt, das ist in Westphals Augen zu wenig. „Wir müssen ständig einsatzbereit sein. Andere Firmen, Betriebe und Einrichtungen sind da deutlich weiter. Sie unterstützen die Kameraden bei der Ausübung des Ehrenamtes.“

Neustrelitz Bürgermeister Andreas Grund, der ebenfalls zur Versammlung eingeladen war, wies hingegen darauf hin, dass eine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr kein Freibrief zur Einstellung sei. Die Stadt versuche weiterhin, die Kameraden bei der Jobsuche aktiv zu unterstützen, so das Stadtoberhaupt.

 

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Kommentare (1)

Wo ein Wille ist findet man einen Weg, wo kein Wille ist findet man eine Ausrede.