Feuerwehrübung überrascht Anwohner:

Alles klingt nach Ernstfall

Sirenengeheul, Schreie und ausrückende Feuerwehrautos haben die Einwohner von Pieverstorf in Aufregung versetzt. Die Befürchtung, ein Großbrand sei ausgebrochen, bewahrheitete sich glücklicherweise nicht.

Die Übung sah vor, dass vom Feuer Eingeschlossene von einem Dach gerettet werden müssen.
Susanne Müller-Bohley Die Übung sah vor, dass vom Feuer Eingeschlossene von einem Dach gerettet werden müssen.

Abendliche Aufregung in ­Pieverstorf: Minutenlang schrillten die Feuerwehrsirenen, Menschen schrien, auch Kinderrufe waren zu hören. Innerhalb kurzer Zeit fanden sich beunruhigte Dorfbewohner am Ufer des Dambecker Sees ein. Als ein Anwohner zu Hilfe eilen wollte, gab aber die Feuerwehr Ent­warnung. Die Geräuschkulisse war lediglich einem Übungseinsatz im Familienferienpark Dambeck am gegenüberliegenden Ufer geschuldet.

„Die Übung sollte so realitätsnah wie möglich sein, da mussten auch ein paar Leute schreien“, sagt Enrico Kollhof, Amtswehrführer Neustrelitz-Land. „Der Ferienpark ist eines der größten Objekte in der Gegend und relativ abgelegen“, erklärt Kratzeburgs Wehr­leiter Mirko Fortak. „Wir wollen durch solche Übungen die Organisation der Fluchtpläne und das Zusammenspiel optimieren.“

Eventuelle Verstimmungen bei den Anwohnern bedauern die Feuerwehrleute. Damit die Übung unter realistischen Bedingungen funktioniert, könne man aber vorher nicht die Anwohner informieren. Die Gäste im Ferienpark waren aber eingeweiht; Leiterin Susanne Müller-Bohley wird auch an der Auswertung der Übung teilnehmen.