Ein Buch mit ungewöhnlicher Geschichte:

Altstrelitzer Übersetzer entdecken jungen Verlag

Gundula Tschepego ist nach dem Tod ihres Bruders und ihres Mannes die einzige, die noch erzählen kann von der außergewöhnlichen Geschichte des Romans "Zwei Seelen".

Übersetzerin Gundula Tschepego, Verleger Sebastian Guggolz und Buchhändler Sebastian Braun (von links) sind beglückt über das Neustrelitzer Zusammentreffen.
Anke Goetsch Übersetzerin Gundula Tschepego, Verleger Sebastian Guggolz und Buchhändler Sebastian Braun (von links) sind beglückt über das Neustrelitzer Zusammentreffen.

Ein junger Berliner Verleger mit dem Sinn für das besondere Buch trifft auf eine Gruppe von Lesenthusiasten in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz: Diese Begegnung ist keineswegs nur Zufällen geschuldet und der Tatsache, dass der Roman „Vater und Sohn unterwegs“ des färöischen Autors Hedin Brú aus dem neuen Programm des Guggolz-Verlages jetzt in der Neustrelitzer Reihe "Ein Zeitalter wird besichtigt" gelesen wird.

Denn das allererste Buch, das Sebastian Guggolz herausgegeben hat, weist eine enge Verbindung zu einer Altstrelitzer Familie auf. Zu dem gebürtigen Altstrelitzer - und renommierten Übersetzer - Norbert Randow, zu seiner Schwester Gundula Tschepego und zu deren Mann Wladimir. Die beiden Männer sind nicht mehr am Leben. Gundula Tschepego ist die einzige, die die Geschichte noch erzählen kann um den Roman „Zwei Seelen“ des weißrussischen Autors Maxim Harezki (1893-1938), den das Trio gemeinsam übersetzt hat.

Junger Mann überzeugt mit seiner Begeisterung

Randow galt als einer der wichtigsten Experten und Vermittler bulgarischer und weißrussischer Literatur in Deutschland. Seine Bemühungen um den Harezki-Roman blieben beim renommierten Suhrkamp Verlag ohne Erfolg. Glücklicherweise wusste eine Lektorin aber von einem jungen Mann, der einen eigenen, unabhängigen Verlag gründen wollte. Und so kam das Manuskript zu Sebastian Guggolz.

Dieser war sofort gefesselt. Und sein Enthusiasmus überzeugte auch die Altstrelitzer Übersetzer. „Mein Bruder wäre sehr glücklich gewesen mit dieser Entscheidung“, ist Gundula Tschepego überzeugt. Das positive Presse auf die Neuerscheinung entging auch der Neustrelitzer Buchhandlung Wilke nicht. Maxim Harezkis "Zwei Seelen" und auch Hedin Brús "Vater und Sohn" sind dort erhältlich. Aus letzterem wird jetzt alle zwei Wochen sonnabends um 15.30 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik gelesen.

 

 

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