Jugendlicher wird verwarnt:

Arbeitsstunden für Brandstifter von Woldegk

Bei einem Kellerbrand Ende 2015 mussten 35 Bewohner aus dem Gebäude fliehen oder wurden über Drehleitern gerettet. Nun urteilte ein Richter über den 16-jährigen Täter.

Mitarbeiter der Kriminalpolizei untersuchten den Brandherd im Keller des Mehrfamilienhauses in der Ernst-Thälmann-Straße in Woldegk.
Stefan Sauer Mitarbeiter der Kriminalpolizei untersuchten den Brandherd im Keller des Mehrfamilienhauses in der Ernst-Thälmann-Straße in Woldegk.

Die juristische Aufarbeitung des Wohnhausbrandes in Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte), bei dem im November 2015 auch Flüchtlinge betroffen waren, ist beendet. Wie ein Sprecher der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte, wurde ein 16-Jähriger inzwischen in nicht-öffentlicher Sitzung verwarnt. Ein Jugendrichter am Amtsgericht Neubrandenburg habe wegen Sachbeschädigung durch Feuer zudem 40 Arbeitsstunden verhängt. Die Entscheidung ist den Angaben zufolge rechtskräftig.

Der 16-Jährige habe eingeräumt, damals im Keller gezündelt und eine Couch in Brand gesetzt zu haben.

Wegen des Qualms mussten sich 35 Hausbewohner in Sicherheit bringen oder mit Drehleitern gerettet werden. Dazu gehörten Flüchtlinge aus Syrien und der Ukraine. Ein ausländerfeindliches Motiv war ausgeschlossen worden.

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