Stadt Neustrelitz weist Geschenk zurück:

Archiv-Schatz ist nicht mehr gefragt

Ein pensionierter Soziologe wollte der Stadt Neustrelitz seine zeitgeschichtliche Sammlung vermachen - fürs entstehende Kulturquartier. Doch Jahre nach der Zusage kommt nun offenbar alles ganz anders.

Seine Sammlung könne noch durch viele Hände gehen, hatte sich Hans Jakl gewünscht.
Marlies Steffen Seine Sammlung könne noch durch viele Hände gehen, hatte sich Hans Jakl gewünscht.

Drei Jahre lang war die Welt für Hans Jakl in Ordnung. In 250 Kartons hatte der pensionierte Soziologe hatte im März 2011 seine zeitgeschichtliche Sammlung an die Stadt Neustrelitz übergeben. 1000 A4-Ordner sind aufgelistet, dazu 1000 Bild- und Kunstbände sowie 3500 Magazine, dazu ein Autoren- und ein Stichwortverzeichnis. Auch wenn es keinen spezifischen Bezug zur Residenzstadt Neustrelitz gibt,  bezeichnete der Neustrelitzer Museumsleiter Albrecht Pyritz die übergebenen Materialien damals als „wahren Schatz“.

Jetzt ist davon offenbar keine Rede mehr. Für das Material sei im künftigen Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz kein Platz,  hat Jakl dieser Tage erfahren. Der Senior, der in der Nähe von Greifswald zu Hause ist, fühlt sich nun von der Stadt über den Tisch gezogen: "Es war alles besprochen", wundert er sich.

Den Kontakt zum Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz hatte Jakl vor drei Jahren durch einen privaten Kontakt im Landratsamt hergestellt.

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