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Auch Schlossberg-Skulpturen mit Hakenkreuzen beschmiert

Bereits am Wochenende wurden zahlreiche rechte Symbole an Hauswänden in Neustrelitz entdeckt. Mittlerweile hat sich die Zahl der beschädigten Objekte drastisch erhöht. Jetzt beschäftigt die Polizei vor allem eine Frage.

Auch an mehrere Skulpturen an der Auffahrt zum Schlossberg sind Hakenkreuze geschmiert worden.
Marlies Steffen Auch an mehrere Skulpturen an der Auffahrt zum Schlossberg sind Hakenkreuze geschmiert worden.

Mindestens 65 Hakenkreuze sind über die Stadt Neustrelitz verteilt an Wände und Mauern geschmiert worden. Auch mehrere Skulpturen am Rande des Schlossgartens sind mit den verfassungswidrigen Kennzeichen verunstaltet worden. Noch einmal 20 Hakenkreuze hat die Polizei zwischenzeitlich dort ermittelt.

Bislang fehlen der Polizei auch hier Zeugen der Straftaten. Zu vermuten ist, dass auch diese Schmiererei in der Nacht zum Sonnabend ihren Beginn nahm. Von dieser Tatzeit ist auszugehen, informierte Polizeisprecherin Nicole Buchfink vom Polizeipräsidium Neubrandenburg. Der Neustrelitzerin Christel Denkinger jedenfalls sind die Hakenkreuze am Sonnabend bei einem Spaziergang aufgefallen, wie sie dem Nordkurier sagte.

Die Polizei hatte bereits am Sonnabend die ersten beschmierten Gebäude in der Innenstadt gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt war von 19 beschädigten Objekten ausgegangen worden. In der Innenstadt selbst wurden 45 verfassungsfeindliche Symbole gezählt. 33 davon befinden sich in der Strelitzer Straße, zehn in der Schlossstraße und zwei am Wilhelm-Riefstahl-Platz. Das Muster ist immer gleich. Die Symbole wurden mit einem Edding-Stift und nicht wasserlöslicher Farbe aufgetragen.

Noch haben sich keine Zeugen gemeldet. Dabei appellierte Polizeisprecherin Nicole Buchfink auch am Dienstag wieder an etwaige Beobachter der nächtlichen Straftaten. Bürger, die Verdächtiges gesehen haben, mögen sich im Polizeihauptrevier Neustrelitz melden (039812580) oder im Polizeipräsidium Neubrandenburg: 0395 55822224.