Sprengstoff-Fund:

Evakuierung in Woldegk aufgehoben

Schon wieder mussten die Woldegker Brandbekämpfer ausrücken. Diesmal qualmte es auf einem Balkon in der Ernst-Thälmann-Straße. Doch dann machten die Einsatzkräfte in einer Wohnung eine gefährliche Entdeckung.

Kurz nach 14 Uhr sperrte die Feuerwehr den Woldegker Markt, um die Bewohner der Ernst-Thälmann-Straße 11a und  aus  den Nachbaraufgängen zu evakuieren.
nk Kurz nach 14 Uhr sperrte die Feuerwehr den Woldegker Markt, um die Bewohner der Ernst-Thälmann-Straße 11a und aus den Nachbaraufgängen zu evakuieren.

Gleich mehrere Hauseingänge sind in der Woldegker Ernst-Thälmann-Straße am Donnerstag evakuiert worden. Grund dafür waren jede Menge Chemikalien, die ein 34-jähriger Woldegker in seiner Wohnung gehortet hatte. Aufgeflogen ist das Lager am Donnerstagvormittag, als Rauch und Qualm aus seiner Wohnung drangen.

Die Polizei stellte fest, dass auf dem Balkon Substanzen angezündet worden waren. Diese brannten zwar nicht, hatten aber für mächtig viel Rauch gesorgt. Wie die Polizei mitteilte, wurden in der Wohnung weitere - noch unbestimmte - Stoffe aufgefunden und sichergestellt. Und der Munitionsbergungsdienst wurde zur Bestimmung gerufen.

Die Situation spitzte sich am Nachmittag weiter zu. Gleich aus mehreren Hauseingängen mussten die Einwohner evakuiert werden. Die herbeigerufenen Experten schätzten das Gemenge als besonders gefährlich ein. Bis zum Abend hatten die Munitionsberger zu tun, um die gefährlichen Chemikalien aus der Wohnung zu schaffen. Gegen 19.30 Uhr konnten die Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die gefundenen Substanzen werden in den nächsten Tagen im Landeskriminalamt Schwerin genauer untersucht. Der 34-Jährige wurde festgenommen und verhört. Die Polizei geht momentan nicht von einem politischen Motiv aus.

 

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