Grundschule Mirow verbucht gleich zwei Erfolge:

Auktion haut Kunstlehrerin von den Socken

Doppelten Grund zur Freude gibt es in der Grundschule Mirow. Der Förderverein der Einrichtung kann auf zehn Jahre zurückblicken und eine Versteigerung hat sich als Renner erwiesen.

Für die Partnerschule im tansanischen Ntenga wurden am Tag der offenen Tür der Grundschule Mirow Bilder aus dem Kunstunterricht versteigert. Hannjörg  Guhl gab den Auktionator, natürlich stilecht mit einem Hammer.
Tobias Lemke Für die Partnerschule im tansanischen Ntenga wurden am Tag der offenen Tür der Grundschule Mirow Bilder aus dem Kunstunterricht versteigert. Hannjörg  Guhl gab den Auktionator, natürlich stilecht mit einem Hammer.

Gleich zwei Erfolge kann die Mirower Grundschule „Regenbogen“ feiern: Der eine hat eine zehn Jahre andauernde (Vor-)Geschichte, der andere wurde überraschenderweise zum Tag der offenen Tür am Sonnabend eingefahren. Am Wochenende stellte sich die Schule den ABC-Schützen des nächsten Schuljahres sowie ihren Eltern vor. Zum Aktionstag wurde eine Auktion mit Bildern der Schüler organisiert, die reißenden Absatz finden sollten. Zugleich feierte der Förderverein der Grundschule sein zehnjähriges Bestehen.

Zur Gründung des Vereins war es 2003 gekommen, als damals die Stelle der Schulsozialarbeiterin wegzubrechen drohte. „Das sollte verhindert werden“, erzählt Falk Thederan, heutiger Vereinsvorsitzender. Gemeinsam mit der Stadt wurde nach einem Ausweg gesucht. Zunächst als Minijob, konnte die Schulsozialarbeit schließlich über einen Förderverein gerettet werden. Mirows neue Schulsozialarbeiterin Silke Hirnschall ist inzwischen auf einer 35-Stunden-Basis beschäftigt und konnte berufsbegleitend Sozialpädagogik studieren.

Auf die Unterstützung vieler Eltern konnte die Grundschule „Regenbogen“ etwa beim Umzug 2005 setzen. Damals wurde der Standort von der Rotdornstraße in den Leussower Weg verlegt. Auch die Schulhofgestaltung ist eine Herzensangelegenheit des Fördervereins. So gab es die Aktion „Laufen, Laufen – Spielgeräte kaufen“ um Gelder dafür einzuwerben. Heute können die Mirower Schüler auf einem Bolzplatz, auf einem Hügel mit Spielgeräten oder im kleinen Amphitheater ihre Pausen verbringen. 

Neben zehn Jahren erfolgreicher Vereinsarbeit hatte die Mirower Grundschule aber noch einen zweiten Grund zum Feiern. Eine Auktion zugunsten der Partnerschule in Tansania brachte fast 500 Euro ein. Versteigert wurden mehr als 20 Bilder der Jungen und Mädchen aus dem Kunstunterricht. „Ich bin ganz von den Socken“, sagte Lehrerin Silke Fiedler zu Tränen gerührt, nachdem alle Gebote zusammengezählt waren. Sie hatte vor einem Jahre die Schule in Afrika besucht und weiß, dass es dort an Vielem fehlt.

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