Wiederbelebung weckt Neugier:

Aus geschlossener Kneipe soll ein offenes Kunsthaus werden

Eine Baustellenbesichtigung der besonderen Art gab es in der ehemaligen Gaststätte „Ochsenkopf“ in Koldenhof. Die neuen Besitzer hatten alle Nachbarn eingeladen und viele wollten aus erster Hand erfahren, was aus dem historischen Gebäude wird.

In den ehemaligen Gasthof in Koldenhof soll neues Leben einziehen.
Klaus-Jürgen Fischer In den ehemaligen Gasthof in Koldenhof soll neues Leben einziehen.

Einwohner aus fast allen Ortsteilen der Feldberger Seenlandschaft sind der Einladung der neuen Besitzer des mehr als 100 Jahre alten Backsteingebäudes in Koldenhof gefolgt, in dem sich einmal die Gaststätte "Ochsenkopf" befand. Das Ärzte-Ehepaar Kerstin und Jens-Uwe Kuttler will aus dem Gebäude, das zu DDR-Zeiten als Schulungs-, Erholungsheim und Kinderferienlager genutzt worgen war, ein Kunsthaus mit Galerie machen.

Gezeigt werden sollen vor allem Kunstwerke regionaler und überregionaler Profis. Dabei ist dem Ehepaar durchaus bewusst, dass es in der Seenlandschaft schon einige Galerien in Wittenhagen, Lichtenberg, Neugarten und Feldberg gibt, dazu die KulturWirtschaft in Triepkendorf. Kerstin Kuttler schwebt vor, dass in dem Backsteinbau auch Lesungen und kleine Konzerte stattfinden.

Im Frühsommer soll es losgehen. Zunächst müssten aber grundlegende Arbeiten zu Ende gebracht werden: Sanitär- und Elektroanlagen, Isolierung, Heizung. Im ersten Stock sollen Ferienzimmer entstehen. Die Pläne stoßen auf viel Beifall. „Es ist gut, dass wieder was passiert mit dem Haus“, meinen die Koldenhöfer und wissen zu schätzen, dass die Bauherren sie über ihre Pläne informieren.