Als Austauschschülerin in "Down Under":

Australien-Jahr mit Pinguinen und Weihnachtsliedern im Juli

Ulrike Siebert weiß jetzt, wie auf der anderen Seite des Erdballs Geschichte vermittelt wird. Das Fußball-WM-Finale von 1954 spielte dabei  eine nicht unwichtige Rolle.

Auch das war Australien für Ulrike Seiber: Ein Besuch in einem Zoo, in dem sie einem Känguru ganz nah kam.
Privat Auch das war Australien für Ulrike Seiber: Ein Besuch in einem Zoo, in dem sie einem Känguru ganz nah kam.

Gleich am ersten Tag hat Ulrike Siebert das „Wunder von Bern“ erlebt. Später baute sie Pinguinhäuser, sah die zwölf Apostel und sang mitten im Juli Weihnachtslieder. „Es war die schönste Zeit meines Lebens“, sagt die Neustrelitzerin, die drei Monate als Austauschschülerin Australien erkundet hat.

Im Deutschunterricht ging es unter anderen um Deutschland und sein nach 1945 wieder erstarkendes Nationalbewusstsein. Exemplarisch betrachtet am Film „Das Wunder von Bern" über das legendäre Fußball-WM-Finale 1954. Diese Art, Historie zu vermitteln, fand Ulrike Siebert äußerst spannend. An dem Gymnasium, das sie besuchte, verfügen die Schüler alle über Laptops, der Unterricht erfolgt größtenteils über Powerpoint-Präsentationen, Schulbeginn ist jeweils kurz vor neun Uhr. Und der Schulchor übte nicht nur Titel aus dem Musical „Les Misérables“, sondern eben auch weihnachtliche Weisen.

In ihrer Gastfamilie fühlte sich Ulrike gut umsorgt. Einige Male war sie mit ihren Gasteltern unterwegs – auch auf der Great Ocean Route, an der sich die berühmten zwölf Apostel, eine Ansammlung von faszinierenden Felsen im Wasser, befinden. Von der Schule aus besuchte sie unter anderem ein Camp auf Philipp Island, wo die kleinsten Pinguine der Welt leben. Für die putzigen Gesellen wurden Pinguinhäuser gebaut.

Nun holt die Schülerin am Neustrelitzer Carolinum den versäumten Stoff nach - und erinnert sich an jene drei Monate in der Ferne als "schönste Zeit meines Lebens".

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