Alles im Fluss:

Bach hat sein altes Bett zurück

So sieht es doch viel schöner aus. Der Miltzower Bach hat ein gutes Stück seines ursprünglichen Aussehens zurück. Zuvor floss das Wasser unterirdisch durch ein Rohr. 

Herzstück des neuen Bachabschnitts ist die sogenannte Sekundäraue. Hier hat das Wasser besonders viel Platz und Überflutungsräume.
Foto: Tobias Lemke Herzstück des neuen Bachabschnitts ist die sogenannte Sekundäraue. Hier hat das Wasser besonders viel Platz und Überflutungsräume.

Hunderte Tonnen an Erde, Steine und Geröll sind seit November bei Badresch bewegt worden. Alles, damit ein fließendes Gewässer sein ursprüngliches Gesicht zurückerhält. Der Badrescher Graben – oder auch Miltzower Bach genannt – ist auf rund 1,5 Kilometern Länge renaturiert worden. Jetzt ist das Gros der Arbeiten abgeschlossen, das Wasser plätschert wieder offen durch eine Niederung in der Landschaft.

Zuvor habe sich an der Stelle ein Rohr aus den 1970er-Jahren befunden, erklärt Irene Kalinin, Chefin vom Wasser- und Bodenverband (WBV) „Landgraben“. Der WBV ließ die Renaturierungsarbeiten im Auftrag der Gemeinde Groß Miltzow durchführen. Die Arbeiten waren bitter nötig, denn an der Stelle seien Unterhaltungsarbeiten zunehmend schwieriger geworden, erklärt Kalinin.

Im Herbst erfolgt noch die Bepflanzung der Uferböschung. Unter anderem sollen Erlen in den Boden kommen, die typischerweise in Auenlandschaften vorkommen.

Rund 440000 Euro waren für die Bauarbeiten veranschlagt. 90 Prozent der Gelder stammen dabei aus dem EU-Fördertopf zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Für den Eigenmittelanteil der Gemeinde könnte Groß Miltzow auf Geld aus dem Bau von Windkraftanlagen zurückgreifen, die für Ausgleichsmaßnahmen zurückgestellt wurden.

 

 

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