Motorsägenlehrgang:

Bäumefällen für Anfänger

Dass beim Kaminholzschlagen mehr als bloße Kraft und die größte Säge zählt, haben sieben Männer auf einem Lehrgang im Wald  erfahren.

Konzentration forderte der gerade Schnitt von den Teilnehmern. Späne flogen durch den Wald.
Andrea Dittmar Konzentration forderte der gerade Schnitt von den Teilnehmern.

Die Sägen kann man schon von Weiten hören.Den Wald  an der Hintersten Mühle,  gerade eine Viertelstunde von der Neubrandenburger Innenstadt entfernt, hat Harald Stüwer für den praktischen Teil des Motorsägenlehrgangs ausgesucht.

„Nur, wer einen Sachkundenachweis vorlegen kann, darf in den Wäldern Holz schlagen“, erklärt Stüwer. Früher hieß dieser Lehrgang noch Kleiner Motorsägenschein. Wer den theoretischen und praktischen Abschnitt besteht, könne Schwachholz bis 20 Zentimeter Durchmesser im Wald schlagen, berichtet Harald Stüwer weiter.

Die sieben Teilnehmer sind über das gute Wetter erfreut. Peter Preuß aus Neustrelitz gehört zu ihnen. „Bisher war ich ohne Schein unterwegs, jetzt muss ich ihn machen“, erzählt er. Das Holz brauche er für seinen Kamin. Bei den steigenden Energiekosten sei der schließlich eine gute Alternative.

Kaum haben die Männer ihre Arbeitskleidung angelegt, müssen sie die Sägen das erste Mal anwerfen. Nun wird an einem Baumstumpf geübt, und Harald Strüwer steht immer daneben. Er gibt Tipps und korrigiert auch, wenn einer der Männer die Motorsäge nicht korrekt hält. Auch Peter Preuß muss da ein wenig nachjustieren.

Dann folgt der Einzelunterricht. Jeder Teilnehmer darf nun seinen eigenen Baum fällen. Harald Stüwer gibt noch einmal Hinweise zum Fällschnitt und dann ertönt ein lautes „Achtung!“. Der erste Baum gibt der Schwerkraft nach und fällt genau auf den Waldweg. Eine vorbeikommende Spaziergängerin fragt grinsend nach, ob das denn so liegen bleiben solle. Da schneidet Preuß schon den Stamm in drei Meter lange Stücke.