Wikingerschiff im Trockendock:

Bald bist du wieder hübsch, „Freya“!

Das Wikingerschiff erhält gerade neue Planken. Wie schon beim Bau des großen Ruderbootes vor 20 Jahren packen jetzt vor allem die Sportler an. Und die haben eine Menge zu tun.

Das Wikingerschiff "Freya" schippert seit gut 20 Jahren über die Gewässer der Feldberger Seenlandschaft. Jetzt nehmen die Vereinsmitglieder wie Kristian Zimmermann  Hammer und Säge in die Hand, um das Schiff neu zu beplanken.
Foto: T. Lemke Das Wikingerschiff "Freya" schippert seit gut 20 Jahren über die Gewässer der Feldberger Seenlandschaft. Jetzt nehmen die Vereinsmitglieder wie Kristian Zimmermann  Hammer und Säge in die Hand, um das Schiff neu zu beplanken.

Selbst ausgefallene Touren lassen sich im Mekka für Paddler – in der Mecklenburgischen Seenplatte – unternehmen. Urlauber und Einheimische können sich zum Beispiel auf dem Wikingerboot „Freya“, das in der Feldberger Seenlandschaft durch die Gewässer kreuzt, in die Rolle der wilden Nordmänner versetzen. Derzeit liegt das stolze Schiff vom Sportverein Feldberg allerdings auf dem Trockenen. Nach rund 20 Jahren tüchtiger Seefahrt ist eine Generalüberholung fällig.

„Die alten Planken sind ganz schön morsch geworden“, zeigt Werner Zimmermann. Im Herbst vorigen Jahres stand daher der Entschluss fest, das Schiff für eine Rundumerneuerung aus dem Wasser zu holen. Im Eigenbau ist die „Freya“ vor gut 20 Jahren von Mitgliedern des Sportvereins selbst zusammengezimmert worden. Der Schiffskörper ist um einen Schwimmponton herum aufgebaut und wurde mit einem Heck und einem Bug versehen. Die „Freya“ verfügt über zehn Ruderplätze und ein Segel. Zudem hat sie einen umklappbaren Mast, sodass das Boot unter Brücken hindurchpasst. „Jeder Ausflug ist zugleich eine Sportveranstaltung“, betont Zimmermann, dass an Bord Muskelkraft gefragt ist.

Ein neues Segel für das Wikingerschiff

Das Wikingerboot sei ein echter Hingucker, sagt der Vereinsvorsitzende. Damit es dabei bleibt, nehmen die Vereinsmitglieder derzeit Hammer und Säge in die Hand, um das Schiff neu zu beplanken. Das Ganze sei kein einfaches Unterfangen – jedes der geschwungenen Bretter sei anders geformt, erklärt Kristian Zimmermann. Der Feldberger ist eigentlich Maurer von Beruf, kennt sich aber auch mit Holzarbeiten aus. „Das bringt doch schon der Nachname mit sich“, sagt er lachend und packt gerne beim Vater auf der provisorischen Werft mit an. Die befindet sich auf dem Zeltplatz am Bauernhof, wo das Wikingerschiff im Sommer auch vor Anker liegt. Neben neuen Planken werden der „Freya“ auch ein neues Segel und die dazugehörige Takelage spendiert. 

Der Stapellauf fürs frisch sanierte Feldberger Wikingerboot ist für den 30. April geplant. Tags darauf steht die Jungfernfahrt an und für den 2. Mai haben sich bereits die ersten Gäste angemeldet.