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Bald dritte Brücke über den Kanal

Den Jahreswechsel wird Mirows alte Schleusenbrücke noch erleben. Danach rückt der Abrissbagger dem fast 80-jährigen Bauwerk zu Leibe. Zuvor muss aber noch eine Querung entstehen.

Brückenbauer Micky Gassner und seine Kollegen bauen unter der alten Brücke das Schutzgerüst für die Abrissarbeiten auf.
T. Lemke Brückenbauer Micky Gassner und seine Kollegen bauen unter der alten Brücke das Schutzgerüst für die Abrissarbeiten auf.

Von Mirows alter Schleusenbrücke soll nicht viel mehr als ein Haufen Schutt bleiben. Bevor es Anfang 2015 soweit ist, montieren die Brückenbauer derzeit ein Schutzgerüst unter dem bereits bröckelnden Beton – sozusagen eine dritte Brücke neben der Behelfsstraße und unter der fast 80 Jahre alten Schleusenbrücke. Denn der Betonbruch soll beim Abriss nicht in den Kanal fallen.

Einfacher sei natürlich ein Brückenabriss und -neubau „mitten in der Botanik“, wie der Polier vom bauausführenden Unternehmen Ostbau Osterburg vor Ort meint. Aber auch in Mirow ist der Platz begrenzt und muss deshalb ganz genau hingeschaut werden. So richten die Brückenbauer den Blick schon jetzt auf den anstehenden Neubau. Denn der werde mit den ersten Pfahlgründungen schon parallel zu den Abrissarbeiten im Januar beginnen. Die Stützen im Baugrund sind nötig, um später die Lasten der Brücke aufzunehmen.

In den vergangenen Tagen sei in der Baugrube schon ein Probepfahl in den Boden getrieben worden, berichtet Ronny Seidel vom Neustrelitzer Planungsbüro Thiele & Partner. Anfang Januar werde dieser mit einer Maximallast bedrückt. „Die Pfahlgründung muss später sitzen, sonst drohen irreparable Schäden an der Brücke“, erklärt Seidel den Test. Platz­bedingt können nämlich nur 21 Pfähle in die Erde kommen. Hält die Probe den Belastungen nicht stand, könne noch nachjustiert werden, etwa indem die Bohrungen tiefer in den Boden reichen.

Die Planer und Handwerker auf der Baustelle hoffen nun auf einem milden Winter. Im März sollen nämlich wieder Boote durch die Schleuse fahren können.