Kegelbahn wird abgebaut:

Bald Schluss mit „Alle Neune“

Neustrelitzer Freizeitsportler haben jahrelang an der Lessingstraße gekegelt. Jetzt soll Schluss damit sein. Denn der DRK-Kreisverband hat mit dem Raum der Anlage andere Pläne.

Alle Neune - Kegeln auf der Anlage an der Neustrelitzer Lessingstraße wird nur noch bis zum Mai möglich sein. 
Marlies Steffen Alle Neune - Kegeln auf der Anlage an der Neustrelitzer Lessingstraße wird nur noch bis zum Mai möglich sein. 

Eine Gruppe von 20 Senioren trifft sich regelmäßig, um auf der Kegelbahn an der Neustrelitzer Lessingstraße eine ruhige Kugel zu schieben und dabei auch gesellig beieinander zu sitzen. Die Kegelbahn befindet sich auf dem Gelände des DRK-Kreisverbands Mecklenburgische Seenplatte und sie ist sozusagen das letzte übrig gebliebene Relikt des einstigen Sport- und Freizeitzentrums Kiefernheide. Nach dessen Insolvenz übernahm das DRK in den Jahren 2003/2004 die Immobilie. Das frühere Hotel wurde in ein Pflegeheim umgewandelt, die Räume des Sport- und Freizeitzentrums nach und nach in Büroräume umfunktioniert. Aus der früheren Tennishalle wurde ein Fahrzeugpark.

Jetzt sind die Tage für die Kegelbahn gezählt. Im Mai soll Schluss mit „Alle Neune“ sein. Die Bahn wird abgebaut. Das aber gefällt den Keglern gar nicht. „Für unsere Seniorengruppe ist der wöchentliche Treff zum Kegeln wichtig“, sagt Dietrich Kalmutzke. Geschätzt haben die Freizeitsportler auch immer die günstigen Konditionen, für die das Kegelvergnügen beim DRK zu haben war.

DRK sieht keine Alternative

Uwe Jahn, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Mecklenburgische Seenplatte, begründet den Schritt. Die Kegelbahn sei nicht mehr die jüngste, sagt er. Sie zählt mittlerweile 42 Jahre und wurde schon gebraucht eingebaut, als das Sport- und Freizeitzentrum in den 1990er Jahren errichtet wurde. Der Reparaturbedarf sei mittlerweile immens, Ersatzteile seien kaum noch zu haben. Die Anlage könne man zudem nicht kostenneutral betreiben. Um die 60 Frauen und Männer würden mehr oder weniger regelmäßig zum Kegeln kommen. Das sei zu wenig.

Die Kegelbahn übrigens müsse nicht verschrottet werden, sagt Uwe Jahn. Falls jemand Bedarf und den entsprechenden Platz habe, könne sie gern an anderer Stelle wieder aufgebaut werden, schlägt er vor.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!