Mitarbeiter vom Mirower Holzzentrum verlieren Jobs:

Bange Blicke in die Zukunft

Die Mitarbeiter vom Mirower Holzzentrum verlieren ihre Jobs. Die Besitzer des Betriebs wollen die Zweigstelle abstoßen. Ob ein Nachfolger, der bis dato nicht gefunden ist, die Belegschaft wieder einstellen würde, steht in den Sternen.

Noch steht der Hof beim Mirower Holzzentrum voll Ware und in der Lagerhalle herrscht emsiges Treiben. Wird aber kein Nachfolger für die jetzige Betreiber-Firma gefunden, könnte am Standort bald gähnende Leere herrschen.
T. Lemke Noch steht der Hof beim Mirower Holzzentrum voll Ware und in der Lagerhalle herrscht emsiges Treiben. Wird aber kein Nachfolger für die jetzige Betreiber-Firma gefunden, könnte am Standort bald gähnende Leere herrschen.

Wie es nach dem 31. Oktober weitergeht, wissen die acht Mitarbeiter im Mirower Holzzentrum nicht so recht. Fakt ist, dass ihnen gekündigt wurde. Das erklärte Firmenchef Stephan Woch von der Nordisk Holzimport GmbH, die ihren Hauptsitz in Schleswig hat. „Wir schließen den Handel in Mirow“, sagt er auf Nordkurier-Nachfrage.

Nach 17 Jahren ist damit Schluss am Standort in der Seenplatte. Denn der würde sich nicht mehr rechnen, begründet Woch die Entscheidung aus betriebswirtschaftlichen Gründen. In Mirow wird Holz weiterverarbeitet, zum Beispiel für Dachstühle, Verkleidung, Dielen oder Carports, und vor allem an die Baustoffmärkte ausgeliefert. Davon gebe es in der Region zu wenig, beziehungsweise müsse zu weit gefahren werden. Eine stärkere Ausrichtung auf Handwerksbetriebe und Privatkunden habe nicht geklappt, so der Firmenchef.

Der Rückzug von Nordisk müsse nicht zwangsläufig das Aus für den Mirower Betrieb bedeuten, betont Woch. „Wir haben zwei Kauf-Interessenten für eine Übernahme und verhandeln zurzeit. Es wird in den nächsten vier Wochen eine Entscheidung geben.“ Ein Aufschub der Kündigungen bis zu einer Übernahme sei aber nicht möglich gewesen. Dennoch hat Woch die Hoffnung, dass die Mitarbeiter unter einem neuen Besitzer eventuell wieder in ihre Jobs zurückkehren können. Auch sei das Angebot gemacht worden, zur Hauptniederlassung nach Schleswig zu wechseln. Aber selbst Woch muss einschränken, dass wegen der großen Entfernung zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und Schleswig-Holstein dies nicht wirklich eine Option sei.

Unter der Mirower Belegschaft wird hinter vorgehaltener Hand bezweifelt, ob ein neuer Inhaber die Betriebsstätte in seiner derzeitigen Form weiterführen würde, erfuhr der Nordkurier. Selbst wenn es dazu kommt, könne das nicht mehr zu Anfang November passieren. Die Mitarbeiter stünden also erst mal ohne Job da.

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