In den Sand gesetzt:

Baumarkt-Pleite kostet Familie fast 700 Euro

Für einen Schuppen ist Familie Runge in Vorkasse gegangen. Nach der Insolvenz der Praktiker-Kette kann sie wahrscheinlich nicht mal auf eine Rückzahlung hoffen.

Wie bei anderen Kunden scheint das Geld von Familie Runge zunächst in Rauch aufgegangen.
Montage: Jörg van Betteray Wie bei anderen Kunden scheint das Geld von Familie Runge zunächst in Rauch aufgegangen.

677 Euro sind kein Pappenstiel. Vor allem, wenn das Geld wahrscheinlich in den Sand gesetzt wurde. Und das ist allem Anschein nach bei der Familie von Edith Runge aus Neustrelitz der Fall. Anlass für ihr Unglück ist die Praktiker-Pleite. Die Familie hatte im Online-Shop der Baumarkt-Kette einen Schuppen aus Holz geordert. Für diesen sollten die Käufer in Vorkasse gehen, weil der Schuppen erst zur Anfertigung in Auftrag gegeben werden musste. "So hat man es uns gesagt", berichtete Edith Runge.

Als anständige Bürger bezahlten die Runges am 9. Juli ihre Rechnung in Höhe von  677,94 Euro. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnten: Zwei Tage später ging der Baumarkt in die Insolvenz. Die Familie vertraute zunächst der Auskunft, der Schuppen werde vertragsgemäß geliefert. Doch es tat sich nichts.

Ein Besuch in der Praktiker-Filiale in Neubrandenburg erbrachte nun die niederschmetternde Auskuft: Das Geld sei weg, der Schuppen werde nicht geliefert. Immerhin bekam Vater Runge einen Zettel mit einer Telefonnummer in die Hand gedrückt. Einer gebührenpflichtigen! Dort fanden Runges unterdessen bislang kein Gehör. Der Nordkurier bekam einen Mitarbeiter ans Telefon, der allerdings keine bessere Nachricht kundtun konnte: Die meisten Verträge mit Zuliefern seien gekündigt, alle Gläubiger müssten erst erfasst werden. Forderungen könnten jedoch erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens angemeldet werden - wahrscheinlich ab Anfang Oktober.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung