Vorteile nur für die Verwaltung?:

Baumschutz: Grüne lehnen Lockerung ab

Die Stadt Neustrelitz will künftig in Sachen Baumschutz nur noch auf Landesrecht setzen. Dagegen regt sich Widerstand. Am 7. November steht das Thema in der Stadtvertretung zur Debatte.

Dürfen künftig schon dünnere Bäume gefällt werden?
Marlies Steffen Dürfen künftig schon dünnere Bäume gefällt werden?

Baumschutzsatzung ja oder nein, darüber könnte in der Neustrelitzer Stadtvertretung heiß debattiert werden. Der Ortsverband der Grünen jedenfalls lehnt die von der Verwaltung vorgeschlagene Abschaffung der Satzung ab. „Es ist das absolut falsche Zeichen, dass der Schutz kleinerer Bäume und größerer Hecken keine Bedeutung mehr haben soll“, sagt Stadtvertreter Horst Bartz. Während das Landesnaturschutzgesetz Bäume erst ab einem Stammumfang von einem Meter - das entspricht einem  Stammdurchmesser von 32 Zentimetern - unter Schutz stellt, sieht die Stadt Neustrelitz bislang einen Schutzbedarf bei einem Stammdurchmesser von 10 Zentimetern. „Der  Verlust von kleinen und mittelgroßen Bäumen in Hausgärten und Höfen insbesondere in der Innenstadt sollte aus unserer Sicht nicht erleichtert werde“, so Bartz.

Die geplante Abschaffung der Satzung diene in erster Linie der Verwaltung: "Sie kann jetzt bei Bauvorhaben Bäume fällen, ohne eine weitere Prüfung zu veranlassen. Damit werden zukünftig wahrscheinlich mehr Bäume in Neustrelitz gefällt als bisher“, befürchtet Toralf Maske. Die Grünen erwarten zudem negative Auswirkungen auf Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen.

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