Stadt muss mehr zahlen:

Baustelle verschlingt mehr Geld als geplant

Alles wird neu in der Zierker Straße und nun sogar noch mehr als geplant. Statt bis zum Bohlsgang bekommen Zierker und Penzliner Straße bis Höhe Kreisel in Richtung Rudow einen neuen Belag. Das wird zwar teurer, erspart aber weitere Baustellen in der Zukunft.

Die Gleise aus der Fahrbahn in der Penzliner Straße verschwinden. Das war ursprünglich nicht geplant, wurde nun aber möglich.
Anett Seidel Die Gleise aus der Fahrbahn in der Penzliner Straße verschwinden. Das war ursprünglich nicht geplant, wurde nun aber möglich.

Jetzt wird in der Zierker und der Penzliner Straße umfangreicher gebaut als ursprünglich geplant. Derzeit ist die Neubrandenburger Straßen- und Tiefbau GmbH dabei, die Schienen in der Fahrbahn zurückzubauen. Außerdem ist die alte Fahrbahndecke bis zum Kreisel Rudower Straße abgefräst. Dabei sollten die Arbeiten ursprünglich nur von der Semmelweisstraße bis Höhe Bohlsgang gehen. „Wir haben den Umfang der Arbeiten vergrößert“, informierte Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes in Neustrelitz.

Die Deckenerneuerung bis zum Kreisel war zunächst gar nicht vorgesehen. Auch der Schienenrückbau war nicht geplant. Jetzt verschwinden die Gleise und bis zum Kreisel bekommt die Straße eine neue Decke. Von rund 130 000 Euro Mehrinvestition wird im Straßenbauamt ausgegangen. Das Land trägt die Kosten dafür. Die Erweiterung der Baustelle habe sich jetzt erst ergeben. „Erspart den Autofahrern, dass wir in ein oder zwei Jahren erneut eine Baustelle aufmachen müssen“, begründet Krage.

Bis Ende des Jahres, so ist das Ziel für das Straßenbauamt nach wie vor, sollen die Arbeiten in dem Bereich abgeschlossen sein. Im oberen Teil der Zierker Straße sind Gehwege und Straßenbeleuchtung bereits erneuert. Die gesamte Maßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Land.

Allerdings mussten die Neustrelitzer Stadtvertreter während der jüngsten Sitzung eine überplanmäßige Aufwendung für diese Maßnahmen beschließen. „Die Kosten, die die Stadt zu tragen hat, liegen 145 000 Euro über dem Haushaltsansatz“, hieß es in der Begründung. Die Stadt finanziere den Gehwegbau und die neuen Straßenlampen. Ursprünglich war von Baukosten in Höhe von rund 295 000 Euro ausgegangen worden. Die Gesamtkosten und auch die nun zusätzlich anfallenden 145 000 Euro „werden Gegenstand des Fördermittelantrages aus der kommunalen Straßenbaurichtlinie sein“, hieß es weiter.

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