Blutbad an Schafen in Neustrelitz:

Behörde tappt nach Tier-Massaker im Dunkeln

Zwei Schäferhunde sind in den Fokus der Ermittlungen geraten, die Halter streiten aber alles ab. Die Wogen in Altstrelitz schlagen weiter hoch. 

13 tote Schafe lagen nach dem Massaker auf dem Hof in Altstrelitz - zum Abtransport aufgereiht.
Susanne Böhm 13 tote Schafe lagen nach dem Massaker auf dem Hof in Altstrelitz - zum Abtransport aufgereiht.

Zehn Tage nach dem nächtlichen Massaker an 13 Schafen und einem Kaninchen in Altstrelitz hat die ermittelnde Behörde noch keinen Durchbruch erzielt. „Es ist leider nach wie vor alles offen“, erklärt Rathaussprecherin Petra Ludewig auf Anfrage des Nordkurier. Das Ordnungsamt bemühe sich intensiv um Klärung des Falls, brauche aber einfach noch mehr Zeit. Von mindestens einer Woche war die Rede.

Ein Zeuge hatte die Halter zweier Schäferhunde belastet. Die Tiere sollen zur fraglichen Zeit herrenlos auf einer Wiese neben dem Tatort gewesen sein. Inzwischen hat es auch eine Anhörung der verantwortlichen Personen gegeben, die allerdings den Verdacht von ihren Hunden weisen. „Wir müssen jetzt die zuletzt vorgebrachten Argumente auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen“, so Ludewig. „Praktisch stehen wir wieder am Anfang. Der Nachweis der Schuld wird nicht einfach.“

Die Polizei hatte den Vorfall, der in Altstrelitz die Menschen bewegt, zur Klärung an die Ordnungsbehörde übergeben. Die ermittelt nun wegen Verstoßes gegen die Hundehalterverordnung. Wird dieser nachgewiesen, kann ein Bußgeld bis zu 5000 Euro gegen den oder die Schuldigen verhängt werden. In Neustrelitz gilt für Hunde genereller Leinenzwang. Auch für die Eigentümer der getöteten Schafe ist die Aufhellung der Tat wichtig. Die Geschädigten müssen sich nämlich dann zivilrechtlich um Schadensersatz bemühen.

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