Überraschender Rücktritt:

Beim Arbeitslosenverband ist der Chefsessel wieder leer

Der Feldberger Tobias Hecht hat sich Knall auf Fall vom Vorsitz zurückgezogen. Es gab Unstimmigkeiten im Vorstand. Wer nun das Ruder übernehmen soll, steht noch in den Sternen.

Eintracht und Verbundenheit symbolisiert das Verbandszeichen, das hier noch an der Außenwand des alten Standortes an der Strelitzer Chaussee zu sehen ist.
Tobias. Lemke Eintracht und Verbundenheit symbolisiert das Verbandszeichen, das hier noch an der Außenwand des alten Standortes an der Strelitzer Chaussee zu sehen ist.

Der Vorsitzende des Arbeitslosenverbands (ALV) Mecklenburg-Strelitz, Tobias Hecht, ist überraschend zurückgetreten. Über grundsätzliche Fragen habe es im Vorstand unterschiedliche Auffassungen gegeben, begründete er seinen Schritt. Am Ende sei man auf keinen gemeinsamen Nenner mehr gekommen. „Ich kann nicht gegen den Widerstand anderer arbeiten und den Kopf für Entscheidungen hinhalten, hinter denen ich nicht stehe“, sagte der 36-Jährige Feldberger, der den Vorsitz erst seit kurzem inne hatte.

Konkret sei es etwa um Personalfragen gegangen. Zum anderen habe es unterschiedliche Auffassungen gegeben, wie gemeinnützige Arbeit beispielsweise beim Sozialfundus stattfindet, der zum Teil ja wirtschaftlich arbeitet. Auch die derzeitige Gemengelage in Sachen Schuldnerberatung sei lange diskutiert worden. Land und Landkreis haben ihre Zuschüsse für das Hilfsangebot zurückgefahren.

Im Vorstand wird der Rücktritt bedauert. „Der Schritt kam überraschend. Wir hätten gerne gesehen, wenn er wenigstens bis zur nächsten Verbandsversammlung weitergemacht hätte“, sagte Vorstandmitglied Gerhard Bischof. Die soll nun wahrscheinlich im November stattfinden und einen neuen Vorsitzenden wählen. Ob sich jemand für den Posten findet, steht allerdings noch in den Sternen.