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Belastet Mirows Umgehung die Nachbarorte?

Wenn der neue Abschnitt der B 198 keine nordwestliche Anbindung an Mirow erhält, nimmt der Verkehr auf den Dörfern zu - befürchten die Nachbarn. Die Kritik trifft jedoch auf wenig Verständnis.

Hier ist kein Platz für Fernverkehr, findet der Lärzer Bürgermeister Hartmut Lehmann. Er befürchtet: Wenn die nördliche Stadtanbindung der Mirower Umgehungsstraße nicht gebaut wird, rollen bald sehr viele Lkw durch seinen Ort. Fotos: Susanne Böhm
Hier ist kein Platz für Fernverkehr, findet der Lärzer Bürgermeister Hartmut Lehmann. Er befürchtet: Wenn die nördliche Stadtanbindung der Mirower Umgehungsstraße nicht gebaut wird, rollen bald sehr viele Lkw durch seinen Ort. Fotos: Susanne Böhm

Am geplanten Verlauf der Mirower Ortsumgehung regt sich Kritik aus Lärz. Anfangs war vorgesehen, dass die neue Straße, die im Halbkreis um Mirow führen wird, drei Abfahrten Richtung Stadt erhält – eine an ihrem Anfang im Osten, eine mittig im Süden und eine am Ende im Nordwesten. Nach aktuellem Planungsstand aber ist die nordwestlich von Mirow gelegene Ausfahrt in Höhe der Jugendherberge gestrichen. Für Lärz ist das ein großes Problem, sagt Bürgermeister Hartmut Lehmann.

Wenn Mirow aus Richtung Norden nicht mehr auf direktem Weg zu erreichen ist, wählen viele Fahrer nicht die Umgehung, sondern die kürzere Verbindung über Lärz, fürchtet Lehmann. Das könne das Dorf nach nicht verkraften. Die Ortsdurchfahrt aus Kleinpflaster weise schon jetzt erhebliche Beschädigungen auf. Fragwürdig sei auch die südwestliche Anbindung bei Starsow. Durch sie würden kleine Orte wie Buschhof, Ichlim, Sewekow und Berlinchen belastet.

Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, kann die Bedenken nicht teilen. „Es ist nicht davon auszugehen, dass die Fahrer die gut ausgebaute B 198 verlassen. Denn die Straßen durch die Dörfer seien wesentlich schlechter. Jeder, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, kann noch bis 23. Februar seine Stellungnahme abgeben - schriftlich an das Amt Kleinseenplatte in Mirow oder ans Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Rostock.

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