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Blankensee gibt alles für seine Flüchtlinge

Konrad Wendel kümmert sich um die Anliegen der Asylbewerber in Blankensee. Er ist zum Migrationsbeauftragten ernannt worden – und sieht sich dringenden Problemen gegenüber.

Konrad Wenzel (rechts) bespricht mit den Yassines einen Brief, in dem er die Situation der Familie schildert.
Andrea Dittmar Konrad Wenzel (rechts) bespricht mit den Yassines einen Brief, in dem er die Situation der Familie schildert.

Konrad Wendel aus Blankensee kann immer noch nicht fassen, dass die Familie Yassine von Abschiebung bedroht ist. Seit mehr als einem Jahr lebt die syrisch-libanesische Familie als Asylbewerber in dem Dorf nahe Neustrelitz und hat sich bestens integriert. Seit die Abschiebung nach Frankreich angewiesen wurde - denn dort sind Yassines nach Europa eingereist -, wollen viele Einwohner den Yassines helfen. So auch Gemeindevertreter Konrad Wendel, der nun zum Migrationsbeauftragten gewählt wurde.

Er wird sich künftig darum kümmern, den Flüchtlingen bei den ersten Schritten zu helfen. „Besonders bei Behördengängen und Schul- sowie Kindergartenanmeldungen ist das wichtig“, erklärt Wendel. Das Schicksal der ­Familie Yassine hat ihm vor Augen geführt, dass solche Hilfe dringender denn je gebraucht wird.

Besonders zu den zuständigen Behörden will er in engem Kontakt stehen. Auch mit dem Förderverein Pro Asyl arbeitet er zusammen. Mittelfristig ziehen allerdings dunkle Wolken auf. Das Mehrfamilienhaus, in dem die Asylbewerberfamilien derzeit untergebracht sind, wird nur noch bis Oktober 2015 bewirtschaftet. Danach wird eine neue Unterkunft gebraucht.

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