Ausbau-Pläne:

Bleibt schnelles Internet in Woldegk ein Traum?

Für das millionenschwere Förderprogramm des Bundes soll die Region zwar angemeldet werden. Damit steht aber längst noch nicht fest, ob dort wirklich neue Datenkabel in die Erde kommen.

Ein Thema in Woldegk: die Daten-Autobahn. Ob die schneller wird, hängt von vielen Faktoren ab.
Foto: Mattias Stüwert Ein Thema in Woldegk: die Daten-Autobahn. Ob die schneller wird, hängt von vielen Faktoren ab.

Der Bund macht Millionen für den Ausbau schneller Internetverbindungen locker. Dennoch wird das Geld lange nicht für alle weißen Flecken auf der Landkarte reichen. Die Region um Woldegk könnte allerdings dazugehören – wenn denn alles glatt läuft.

Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) will insgesamt 18 Gebiete aus dem Nordosten, sogenannte Cluster, in der ersten Bewerbungsrunde des neuen Förderprogramms des Bundes unterbringen – unter anderem auch die Gegend um Woldegk. „Wir stehen da aber noch ganz am Anfang“, sagt Woldegks Amtsleiter Sven Reimann. Der Verwaltungschef weiß zwar, dass die Region um die Mühlenstadt zu den gemeldeten Ausbaugebieten des Landesministeriums zählen soll, mehr aber auch nicht.

Ob demnächst wirklich die ersten Bagger Kabelschächte in die Erde bei Woldegk buddeln, würde damit auch noch lange nicht feststehen. Denn neben der Fördermittelzusage aus Berlin muss sich dann immer noch ein möglicher Investor über das Interessenbekundungsverfahren finden. Und das laufe derzeit eben noch.

Ob sich die Gemeinden den Breitbandausbau überhaupt leisten wollen oder können, steht dann auch noch mal auf einen anderem Blatt Papier. Denn trotz der Millionen Euro von Bund und Land bleibt natürlich ein kommunaler Eigenanteil übrig. Und der sei kein Pappenstiel, betont Reimann.

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