Feuer-Spuren am Seniorenheim werden beseitigt:

Brandstifter immer noch auf freiem Fuß

Einen Monat nach dem Brand öffnet die Pflegeeinrichtung an der Woblitz wie geplant. Die zerstörten Gebäudeteile werden bei laufendem Betrieb repariert. Der Brandstifter wurde unterdessen noch immer nicht gefunden.

Das ist der Seiteneingang des neuen Pflegeheims in Wesenberg, an dem Brandstifter Anfang Mai Feuer legten. Die Rußspuren sind noch deutlich sichtbar.
Susanne Böhm Das ist der Seiteneingang des neuen Pflegeheims in Wesenberg, an dem Brandstifter Anfang Mai Feuer legten. Die Rußspuren sind noch deutlich sichtbar.

Der oder die Brandstifter, die Anfang Mai ein Feuer an Wesenbergs neuem Seniorenheim legten, sind noch immer nicht gefasst. „Es sind Befragungen gelaufen, aber wir haben noch keinen entscheidenden Durchbruch“, teilt Polizeisprecherin Karen Lütge auf Nachfrage mit. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter.

Am Tatort werden derweil die Feuerschäden repariert, und alles wird für den Einzug der neuen Mieter vorbereitet. „Die ersten Bewohner ziehen planmäßig am 1. Juni ein“, so Sebastian Morgenstern, Leiter der DRK-Einrichtung. Bis dahin ist an dem beschädigten Gebäude noch einiges zu tun. Eine große Fensterfront muss komplett erneuert werden, weil das feuerfeste Sicherheitsglas gesprungen ist und Kunststoffteile geschmolzen sind. Auch die Fassade wurde in Mitleidenschaft gezogen, Teile der Dämmung sind weggebrannt, der Dachkasten ist ruiniert, ein Balkon beschädigt. Die Reparaturarbeiten dauern noch Wochen. Damit die Bewohner nicht durch Baustellenstaub belästigt werden, wurde innen eine Staubschutzwand errichtet, die den Wohnbereich vor der Baustelle schützt. So können sich die Senioren schon wohnlich einrichten, während draußen noch die Fassadenerneuerung läuft. „Zum Glück haben wir für die Fassade, für die Fenster, überall feuerfestes Material gewählt. Sonst hätte das Feuer wesentlich größere Schäden angerichtet“, sagt Sebastian Morgenstern.

Unbekannte hatten am Abend des 2. Mai große Mengen Styropor in Brand gesteckt, das am seitlichen Eingangsportal eines der im Bau befindlichen Gebäude gelagert war. Die Flammen griffen auf die Fassade über. Die Feuerwehr verhinderte, dass das Feuer ins Innere des Gebäudes drang. Es entstand ein Schaden von mehr als 50  000 Euro.

Viele Gewerke arbeiten jetzt gleichzeitig

In den nicht betroffenen Teilen des Gebäudes laufen unterdessen die normalen Bauarbeiten weiter. Noch acht Tage, dann kommen die ersten Bewohner. Bis dahin muss alles picobello sein. Am Freitag arbeiteten viele Gewerke gleichzeitig: Maler, Trockenbauer, Fliesenleger, Elektriker, Fußbodenleger, Anlagenbauer. „Wir werden definitiv rechtzeitig fertig, da gibt es null Probleme“, so der Heimleiter.

 

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