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Brauchen Hunde mehr Bewegung?

Ein Neustrelitzer sorgt sich um die Vierbeiner im Tierheim. Sie bekommen nicht genügend Auslauf, findet er. Das sehen die Tierschützer allerdings ganz anders.

Die Hunde im Neustrelitzer Tierheim bekommen drei Mal täglich Auslauf. Hier sind Schüler der Tom-Mutters-Schule mit einem Vierbeiner unterwegs.
Susanne Böhm Die Hunde im Neustrelitzer Tierheim bekommen drei Mal täglich Auslauf. Hier sind Schüler der Tom-Mutters-Schule mit einem Vierbeiner unterwegs.

Bekommen die Hunde im Neustrelitzer Tierheim genügend Auslauf? Diese Sorge plagt Werner Palm. „Da ist immer nur ein Hund auf der Spielwiese, die anderen hocken in den Käfigen. Das tut mir in der Seele weh“, so der 72-Jährige am Nordkurier-Telefon. „Gibt es keine Möglichkeit, die Hunde in Rudeln auf dem Freigelände zu halten?“, fragt der Neustrelitzer.

Corinna Bahr, Vorsitzende des Tierschutzvereins, weist die Kritik zurück. Jeder Hund bekomme drei Mal täglich Bewegung. Sie dürften stundenweise allein oder in Gruppen auf dem Gelände laufen. Zusätzlich gehen die Tierheimmitarbeiter oder ehrenamtliche Helfer täglich mit ihnen spazieren. Eine Rudelhaltung, bei der viele Hunde in einem Freigehege leben, sei  jedoch undenkbar. „Wir haben viele Hunde, die nicht sozialisiert sind. Manche vertragen sich mit keinem anderen Tier. Es ist unmöglich, solche Hunde zusammen zu halten.“ Darum werde von Fall zu Fall entschieden, welcher Hund wie und mit wem Auslauf bekommt.

Die Tierheimmitarbeiter sind täglich von 8 bis 16 Uhr vor Ort, erklärt Corinna Bahr. Wer ihre Arbeit unterstützen und mit den Hunden spazieren gehen möchte, sei willkommen. Darüber hinaus gibt es jeden Sonntag um 10 Uhr einen Rudelspaziergang, bei dem Tierheim- und Privathunde gemeinsam ausgeführt werden. Auch hierbei freuen sich die Tierschützer über neue Teilnehmer.