Sorge um den Mäusebussard:

Bringt das Rattengift auch Greifvögel um?

Die Forst gerät in die Kritik, weil sie Mäuse mit Chemie bekämpft. Sind auch andere Tiere in Gefahr? Auszuschließen ist das nicht.

Bringen vergiftete Mäuse auch Greifvögel in Gefahr?
NK-Archiv Bringen vergiftete Mäuse auch Greifvögel in Gefahr?

Was geschieht Greifvögeln, wenn sie vergiftete Mäuse fressen? Diese Frage beschäftigt Naturfreunde, weil Forstleute in manchen Waldstücken Mäusegift auslegen. „Die Mäuse sterben nicht sofort, nachdem sie das Gift gefressen haben, sondern sie laufen noch eine Weile umher. Wenn ein Greifvogel eine solche Maus fängt, vergiftet er sich auch“, so die Befürchtung.

Die Sorge ist berechtigt, stellt aus Naturschutzsicht jedoch kein Problem dar, sagt Erwin Hemke, Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Greifvögel vergiftete Mäuse aufnehmen, ist sehr gering.“ Die Forst verteile das Gift in Wäldern, Greifvögel jagen jedoch auf Wiesen und Feldern. „Es müsste schon eine Kette unglücklicher Zufälle zusammenkommen, damit ein Bussard eine vergiftete Maus erwischt.“

Natürlich sei nicht auszuschließen, dass Greif­vögel in Einzelfällen durch Mäusegift zu Tode kommen, ihm sei aber kein solches Vorkommnis bekannt. Mäuse und Ratten machen derzeit den Forstleuten Sorgen, weil sie sichwegen der milden Winter explosionsartig vermehren und in den Wäldern Schäden verursachen.

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