Kalender-Fotos:

Dagmar Frederic posiert mit Spaß fürs Theater

Ein Schauspieler in einer Zahnarztpraxis, eine Entertainerin beim "Zickenalarm". Ein Neustrelitzer Unternehmer hat sich eine ungewöhnliche Aktion ausgedacht. Das Theater soll davon schon bald profitieren.

Die Entertainerin Dagmar Frederic weiß in jeder Situation gekonnt zu posen – auch umzingelt von Ziegen, die nicht gerade zaghaft waren, um an ihr Futter zu gelangen.
Caroline Kern Die Entertainerin Dagmar Frederic weiß in jeder Situation gekonnt zu posen – auch umzingelt von Ziegen, die nicht gerade zaghaft waren, um an ihr Futter zu gelangen.

„Die Kirche soll im Dorf bleiben“, sagt Thomas Kraus und meint damit das Landestheater. Denn in Neustrelitz stehen die Zukunft des Musiktheaters und der Tanzkompanie auf dem Spiel. Thomas Kraus, einer der Inhaber des  Hotels Schlossgarten, weiß, dass er das Theater allein nicht retten kann. Aber er möchte mit einer witzigen Aktion für Aufmerksamkeit sorgen. Und auch dafür, dass ein bisschen zusätzliches Geld in die klamme Theaterkasse kommt. „Ich lasse einen Kalender für 2016 anfertigen, in dem Mitarbeiter des Theaters in für sie fremde Berufe schlüpfen“, erzählt der Hotelier. So werde ein Schauspieler zu einem Zahnarzt, eine Tänzerin zur Politesse und wieder ein anderer zum Mitarbeiter des Regiehofs. Der Erlös aus dem Kalenderverkauf kommt dem Theater zugute.

Kein Glitzer-Look, dafür Arbeitskluft

Auch die Entertainerin Dagmar Frederic, die im Juli als Sängerin bei ‚Hello, Dolly!‘ auf der Schlossgartenbühne stehen wird, verabschiedete sich in dieser Woche kurzzeitig von ihrem Glitzer-Look und stieg in die Arbeitskluft einer Tiergartenmitarbeiterin. Mit einem Futtereimer wagte sie sich ins Gehege der Ziegen. „Ich wurde 1945 mit Ziegenmilch aufgezogen“, erinnert sie an ihre eigene Kindheit. Eigentlich waren die Affen für den Fototermin vorgesehen. Aber da die Tochter eines Tierparkdirektors schon des Öfteren mit Äffchen auf Kopf und Schulter abgelichtet wurde, entschied sie sich dieses Mal für die Ziegen.

„Außerdem ist es einfach nur witzig“, sagt sie. Das findet auch Fotograf Stephan Schmidt, der für jeden Termin extra aus Berlin anreist. Da er sonst vorwiegend auf architektonische Fotos spezialisiert sei, seien solche Bilder der anderen Art für ihn eine erfrischende Abwechslung. „Ich bin auf viel Begeisterung für mein Vorhaben gestoßen“, erzählt Thomas Kraus. Alle Mitwirkenden hätten sich sofort bereit erklärt. Dass sich der Hotelier für das Theater einsetzt, ist für ihn selbstverständlich. Denn Hotel und Theater verbinde schon seit langer Zeit eine enge Partnerschaft.

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