Prost, Oktoberfest!:

Dank Mirow darf München o’zapfn

Bis jetzt dürfte nur das „M“ am Anfang die einzige Gemeinsamkeit zwischen Mirow und München sein. Doch nun hat der Bürgermeister der Kleinstadt festgestellt, dass der Ursprung fürs bayerische Oktoberfest in seiner Stadt gelegt wurde. Er wartet nun auf eine persönliche Einladung des Ministerpräsidenten.

Prosit, Bayern! Die Mirower wissen, warum die Münchner feiern.
NK-Bildmontage mit Fotos: Anett Seidel und © Robert Kneschke - Fotolia.com Prosit, Bayern! Die Mirower wissen, warum die Münchner feiern.

Kurz vor Beginn der diesjährigen Wiesn in der bayrischen Landesmetropole hat der Mirower Bürgermeister, Karlo Schmettau, nun für einen Paukenschlag gesorgt. Denn wenn es „O’zapft is!“ heißt, dann nur, weil der Ursprung im kleinen Mirow dafür gelegt wurde. Das erste Oktoberfest von 1810 geht nämlich auf einen Mirower zurück, informiert er augenzwinkernd. Er kann seine Behauptung allerdings mit Fakten untermauern.

„Unser Karl II., am 10. Oktober 1741 in Mirow geboren, hatte viele schöne Töchter (mit den Königinnen Luise und Friederike vielleicht sogar die schönsten)“, schreibt Karlo Schmettau. „Und natürlich folgten weitere Enkeltöchter, von denen es Therese ebenfalls zur Monarchin brachte.“ Eben jene Therese wurde am 12. Oktober mit König Ludwig von Bayern vermählt.

Der Ehebund wurde, so informiert Karlo Schmettau, mit einem Volksfest auf der Theresienwiese in München gefeiert – fünf Tage lang. Das war das erste Münchener Oktoberfest – „in dem somit ein maßgeblicher Schuss Mirow steckt“. Fazit des Bürgermeisters: Ohne Mirow würden die Bayern ab heute nichts zu feiern haben. „Herr Seehofer, ich warte auf Ihre Einladung nach München“, meint er.