Treffen in Feldberger Seenlandschaft:

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust

Stiefel geschnürt, Rucksack gepackt: Das Wandermekka Feldberg rief zum vierten Kreiswandertreffen. Und hat sich bereits einen so guten Ruf erarbeitet, dass ein neuer Rekord aufgestellt wurde.

Mit Bussen ging es in die Region, um dann zurück nach Feldberg zu wandern.
Andrea Dittmar Mit Bussen ging es in die Region, um dann zurück nach Feldberg zu wandern.

300 Wanderer und Radfahrer: Das ist die Bilanz des Kreiswandertreffens 2015. Am Sonnabend hatten sich zum vierten Mal alle naturbegeisterten Sportler aufgemacht, um die Umgebung um Feldberg zu erkunden.

Einheimische Wanderführer leiten die Touren, ehrenamtlich und kostenlos. So wie Martin Krüger aus Schlicht, der schon zum zweiten Mal eine Truppe unter seine Fittiche nahm. „Letztes Jahr hatte ich eine Radtour, dieses Mal wandere ich von Lichtenberg“, sagt er, „ich bin die Strecke natürlich auch mal abgelaufen, damit ich weiß, wie lange wir brauchen.“ Auch Feldbergs Bürgermeisterin Constance Lindheimer führte die Nordic Walking-Gruppe hoch auf den Reiherberg und über den Kneippweg. „Aber ob ich heute kneippe, weiß ich noch nicht“, sagte sie zu Beginn.

"Wir wollten die Dörfer mit einbinden"

„Wir haben heute ideales Wanderwetter, nicht zu warm und nicht zu kalt“, stellt Werner Zimmermann vom Sportverein Feldberg fest. Zimmermann hat die Touren schon zum vierten Mal gemeinsam mit der Gemeinde organisiert. Zum ersten Mal liefen die Wanderer dabei sternförmig auf Feldberg zu, statt unterschiedlich große Runden zu laufen. „Wir wollten die Dörfer mit einbinden“, so Werner Zimmermann. Mit Bussen ging es in die kleinen Ortschaften in der Umgebung von Feldberg. In Cantnitz etwa besuchten 20 Wanderer die Kirche und machten sich dann auf einen 15 Kilometer langen Weg zurück zum Amtswerder. Auch für Pilzfreunde gab es eine Tour mit dem Feldberger Experten Udo Hopp. „Und der Bus war voll“, sagt Brigitta Richter von der Kurverwaltung Feldberg. „Das war richtig interessant, so erfährt man immer mal etwas Neues. Leider waren wir zwei Wochen zu früh dran“, sagt Angelika Lehmann aus Neustrelitz und lacht. Sie und Ulrike Morgenstern sind zum dritten Mal beim Kreiswandertreffen dabei und sind begeistert von der Veranstaltung.

Auch die Schafe wanderten mit

Von ihrer Runde durch den Orchideenpark kamen die Nordic Walker zuerst zurück. „Wir waren zwar nur zu sechst, aber es ist schön, sich in der Natur zu bewegen“, sagten Monika Günther und Manuela Lindow aus Feldberg. Bei einer Suppe wärmten sie sich nach der Tour auf. Die Fahrradfahrer hatten sich größere Touren vorgenommen: 40 oder 60 Kilometer standen auf dem Plan. Doch so motiviert, wie sie gestartet waren, kamen sie auch wieder an. „Spitze“, waren sich die Pedalritter einig.

Ganz besondere Weggefährten hatte Wanderführer Jakob Hermühlen für seine Truppe dabei. Hermühlen arbeitet bei der Schäferei Hullerbusch und nahm eine Schafherde mit. „Ich musste die Wanderer nur abholen und konnte loswandern“, lobt er die Organisation. „Wir haben die Schafe am Hauptmannsberg abgeholt und sind bis zur Schäferei gelaufen. Den Leuten hat das wirklich Spaß gemacht.“ Die Urkunden und Medaillen, die Jakob Hermühlen und die anderen Wanderführer am Ende verteilten, freuten die vielen Läufer.

Tschu-Tschu-Bahn für Lauffaule

Für alle, die ihre Beine schonen wollten, fuhr die Tschu-Tschu-Bahn um den Schmalen Luzin und für die Kinder gab es eine Schatzsuche im Park. Auf die Jüngsten wartete außerdem ein Kinderfest auf dem Amtswerder. Dort wurde getanzt, gerätselt und auf Ponys geritten. Gesunde Verpflegung mit viel Obst, aber auch Süßem. Viele Radler und Wanderer nutzten das Kinderfest auch, um nach den Touren die Füße auszustrecken.

Werner Zimmermann ist zufrieden mit dem Treffen. „Den Wanderern hat es Spaß gemacht, wir konnten die Leute auf die Umgebung neugierig machen“, bilanziert er. Viele kämen auch wieder und wanderten die Strecken selbstständig.