Kunst im Stadtzentrum:

Das wird noch ein teurer Spaß auf dem Markt

Der triste Platz im Stadtzentrum soll ein Kunstwerk bekommen, bestehend aus zwei Meter hohen Figuren und mehreren kleineren Aufstellern. Wie das Objekt bezahlt werden soll, ist allerdings unklar. Die Kosten wurden bislang schlichtweg vergessen.

Auf dem Marktplatz ist viel Raum. Hier soll der Brunnen stehen. René Winter zeichnet dafür in seiner Werkstatt einen Entwurf.
NK-BILDMONTAGE MIT FOTOS (2): SUSANNE BÖHM UND © EKOSTSOV - FOTOLIA.COM Auf dem Marktplatz ist viel Raum. Hier soll der Brunnen stehen. René Winter zeichnet dafür in seiner Werkstatt einen Entwurf.

Drei Tänzerinnen sollen Mirows Marktplatz zieren. Die Stadtvertreter haben sich bei ihrer jüngsten Sitzung mit acht Stimmen und vier Gegenstimmen für einen Entwurf des Wustrower Metallkünstlers René Winter entschieden. Auch der Bauausschuss hatte den Vorschlag bereits für gut befunden. Drei stilisierte Tänzerinnen aus Stahl, etwa zwei Meter hoch, sollen der Hingucker auf dem bislang recht tristen Platz im Stadtkern werden. Rings um die Figuren werden viele kleinere Aufsteller gruppiert, auf denen bunte Objekte sitzen, die symbolisch Verbindung zu Mirow haben, zum Beispiel Zeichen des Herzogtums oder der Handwerkerschaft. Aus dem Boden wird Wasser sprudeln, von den Seiten wird das Kunstwerk sogar beleuchtet.

Wann das Wasserspiel aufgestellt wird, ist jedoch völlig unklar, denn bei allen vorangegangenen Diskussionen hatten Verwaltungsmitarbeiter und Politiker die Kosten weitgehend außer Acht gelassen. Zunächst war die Stadt davon ausgegangen, dass das Vorhaben rund 9000 Euro kosten wird. Diese Summe liegt auf dem Stadtkonto bereit. Doch nun wird das Ganze weitaus teurer. Nach aktueller Schätzung schlägt das Kunstwerk mit rund 15 000 Euro zu Buche, für die Herrichtung des Brunnens einschließlich der Planung hat die Verwaltung rund 30 000 Euro veranschlagt. „Wir hatten uns immer nur auf die Kosten für das Kunstwerk konzentriert und den Unterbau vergessen. Nun sind es doch 30 000 Euro geworden“, so Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP).

Diese Summe will die Stadt nicht aus eigener Kasse aufbringen, sondern sich um Fördermittel bemühen. „Wenn wir jedes Mal Geld aus dem Haushalt nehmen, ohne uns um Fördermittel zu bemühen, haben wir irgendwann keine Eigenmittel mehr“, sagte Stadtvertreter Thomas Müller (CDU). Ob und wann die Zuwendung kommt, ist aber unklar.

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