Astronaut besucht Neustrelitz:

Daumen hoch für einen Weltraumreisenden

Paolo Nespoli flog zwei Mal zur Internationalen Raumstation. Am Donnerstag ging seine Reise nach Neustrelitz.

Paolo Nespoli ist zwei Mal ins Weltall geflogen.
TobiasLlemke Paolo Nespoli ist zwei Mal ins Weltall geflogen.

In dieser Woche wird Raumfahrtgeschichte geschrieben – nicht nur weltweit, sondern auch in Neustrelitz. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist sicher heimgekehrt, erstmals landet ein Sonde auf einem Kometen und der Neustrelitzer Standort des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) begrüßte am Donnerstag weitgereiste Gäste. Der italienische Astronaut Paolo Nespoli sowie Nasa-Mitarbeiterin Barbara Felon aus den USA besuchten anlässlich der Tage der Raumfahrt das Forschungszentrum. Eingeladen waren zudem mehr als 100 Schüler.

Nespoli flog 2006 und 2010 zur internationalen Raumstation ISS und berichtet anschaulich von seiner Arbeit. Selbst ein „Houston-wir-haben-ein-Problem-Fall“, wie er es nannte, trat während seiner ersten Mission ein. Ein Sonnensegel der ISS wurde unter seiner Mithilfe recht abenteuerlich repariert. Flog er bei seiner ersten Mission noch mit einem us-amerikanischen US-Shuttle ins All, so stieg er 2010 in eine russische Sojuskapsel. „Die Startrampe ist noch dieselbe, von der schon Juri Gagarin startete. Die Russen haben ihr aber immerhin einen neuen Anstrich verpasst“, beschrieb er seine Arbeit bei der Raumfahrt auch mit einer gehörigen Portion Humor.

Bei den jungen Teilnehmern kam das Treffen mit einem echten Astronauten gut an. Bei den Zwölftklässlern Cosmo Baganz und Tillmann Böhme aus Neustrelitz zeigten die Daumen nach oben. „Klasse“, fanden die beiden. Die Berichte hätten einen guten Eindruck von der bemannten Raumfahrt vermitteltet.

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