Ermittlungen beendet:

Defekt verursachte Explosion auf Hausboot in Priepert

Im Maschinenraum hatte sich ein explosives Gas-Luft-Gemisch gebildet, das explodiert war. Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung erhärtet sich nicht.

Nach dem verheerenden Brand im Prieperter Yachthafen sank eines der beiden Wracks. Große Mengen Motoröl traten aus.
Susanne Böhm Nach dem verheerenden Brand im Prieperter Yachthafen sank eines der beiden Wracks. Große Mengen Motoröl traten aus.

Eine Explosion auf einem Charterboot in Priepert, bei der im Oktober 2015 ein Mann lebensgefährlich verletzt wurde, wird keine strafrechtlichen Folgen haben. Ursache war ein technischer Defekt, erklärte ein Sprecher der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Das hätten Untersuchungen eines Gutachters ergeben. Im Maschinenraum hatte sich ein explosives Gas-Luft-Gemisch gebildet, das, kurz nachdem der Hafenangestellte das Hausboot betreten hatte, explodiert war. Die Ermittlungen wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung seien eingestellt worden.

Der Hafenbetreiber vermutet, dass der die Explosion auslösende Funke von einer Pumpe stammt, die Kondenswasser unten im Rumpf auspumpt und sich automatisch einschaltet, wenn jemand das Boot betritt.

Das zehn Meter lange Charterboot hatte Feuer gefangen und war wie ein Nachbarboot ausgebrannt. Ein Boot sank und musste gehoben werden. Der Schaden wurde auf 400 000 Euro geschätzt. Der 39 Jahre alte Mitarbeiter hatte großflächig Verbrennungen erlitten und schwebte mehrere Wochen in Lebensgefahr. Dem Mann gehe es inzwischen besser und er wolle auch wieder im Hafen arbeiten, sagte ein Firmensprecher.  

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