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Der Adler und das Ei wechseln den Besitzer

Die Filme sind längst über die Leinwand geflimmert. Und das Publikum hat seine Entscheidung getroffen. Jetzt erhielten zwei Regisseure ihre Preise.

Die beiden Preisträger des 6. Neustrelitzer Naturfilmfestivals: Andrzej Klamt und Jens Schanze (von links).
Anke Goetsch Die beiden Preisträger des 6. Neustrelitzer Naturfilmfestivals: Andrzej Klamt und Jens Schanze (von links).

Ein Publikumspreis ist immer etwas ganz Besonderes. Und dann ist er noch so schön gestaltet  – der Münchener Regisseur Jens Schanze hatte am Donnerstag in Neustrelitz allen Grund zur Freude. In der Alten Kachelofenfabrik durfte er den Preis „Publikumsadler“ des 6. Neustrelitzer Naturfilmfestivals für seinen Film „La Buena Vida – das gute Leben“ entgegennehmen. In seinem Film, der die Zuschauer auch bei der Preisübergabe am Donnerstag sehr berührte,  begleitet er die Umsiedlung eines kolumbianischen Dorfes, weil hier Kohle für den Export nach Europa abgebaut werden soll. Die Lebensgrundlage dieser Menschen ist immer noch gefährdet, weil es keine richtige Wasserversorgung gibt. Und noch ein Preis wurde überreicht: Das Adlerei gab es für den besten Kurzfilm „Der Hirte seines Glücks“. Der Film führt die Zuschauer in die abgeschiedene Bergwelt des Großen Kaukasus zum Ziegenhirten Murman. Preisträger ist Andrzej Klamt aus Wiesbaden. Die Preisgelder in Höhe von 1000 und 300 Euro, gestiftet von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz und dem Nationalparkamt Müritz, wurden von den Regisseuren bereits an die Protagonisten ihrer Filme übergeben. Das 6. Neustrelitzer Naturfilmfestival hatte im Oktober stattgefunden. In diesem Jahr wird es erneut ein Festival geben: vom 13. bis 17. Oktober.