Die Wildbirne auf dem Kuckucksberg:

Der Baum bei Brustorf

Egal ob man aus Richtung Neustrelitz nach Peckatel kommt, über Hohenzieritz, aus Richtung Penzlin durch den Ort nach Brustorf weiterfährt oder von Klein Vielen unterwegs ist.

Aus allen Richtungen begrüßt der einzelne Baum, thronend auf dem kleinen Hügel inmitten des Feldes die Reisenden. Sowohl der Berg, als auch der Baum machen im Laufe der Monate immer eine gute Figur. Im Januar, als erst Frost und Sonne alles mit einem glitzernden Kleid versahen, oder im Februar, als es endlich einmal weiß wurde durch den Schnee. Im späten Frühjahr tauchte der blühende Raps das umliegende Feld nicht nur in leuchtendes Gelb, sondern die ganze Gegend bis Brustorf, Klein Vielen und Peckatel in einen berauschenden Duft. Der Hügel bei Brustorf ist nicht unbekannt.

Erwin Hemke, Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes Deutschland, kennt ihn als Kuckucksberg. Auch über den Baum kann der Naturschützer Auskunft geben: es ist eine Wildbirne, 1998 zum Baum des Jahres erkürt, mit 223 Zentimetern Stammumfang. „Der Hügel hat eine Höhe von 106 Metern. Schmettau, der 1780 eine sehr exakte Karte anfertigte, nannte den Hügel den großen Kuckucksberg. Das weithin sichtbare Symbol ist ein Birnbaum, den bereits Walter Karbe erwähnte“, schreibt der Naturschützer.So gesehen ist der Baum etwas ganz Besonderes. Um beim Betrachten oder Spazieren Zeit zur Besinnung zu geben, wäre das aber gar nicht nötig.

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