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Der Gleichbehandlung den Weg geebnet

Die Stadt Neustrelitz ist der Charta der Vielfalt beigetreten. Auch Unternehmen machen mit und wollen, dass ihre Mitarbeiter gleich behandelt werden, unabhängig von Religion, sexueller Ausrichtung oder ob sie Mann oder Frau sind.

Thomas Kraus, Hans Jablonski, Vertreter der Charta der Vielfalt, Andreas Grund und Gerd Kirchhoff vom Völklinger Kreis (von links) mit der Urkunde zu Beitritt zur Charta
Anke Goetsch Thomas Kraus, Hans Jablonski, Vertreter der Charta der Vielfalt, Andreas Grund und Gerd Kirchhoff vom Völklinger Kreis (von links) mit der Urkunde zu Beitritt zur Charta

Vielfalt ist das Potential, Chancengleichheit die Verantwortung, so lässt sich das Anliegen der Charta der Vielfalt beschreiben, die am Freitag im Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) von Vertretern der Stadt Neustrelitz, zahlreichen Unternehmen und Vereinen unterzeichnet worden ist. Neustrelitz sei eine Stadt, in der der soziale Gedanke ausgeprägt ist und  die Akzeptanz verschiedener Lebensformen groß sei, hieß es auf der Veranstaltung. Nur im Dreiklang von Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung von Vielfalt in der Unternehmenskultur, könne ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, das frei von Vorurteilen ist und alle Beschäftigten unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung gleichermaßen respektiert. Und dafür sei das Engagement aller gefragt, betonte René Behr, Vorstandsmitglied des Völklinger Kreises (Bundesverband schwuler Führungskräfte).

Für die Stadt Neustrelitz unterzeichnete Bürgermeister Andreas Grund mit dem Votum der Neustrelitzer Stadtvertretung die Charta der Vielfalt.

„Wir tun als Unternehmen viel für unsere Mitarbeiter, sind als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet, setzen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, vieles ist für uns selbstverständlich und wir werden alles daran setzen, das Arbeitsumfeld vorurteilsfrei gegenüber anderen zu gestalten“, erklärte Marketing-Chefin Birgit Höhne für die Stadtwerke, die genauso wie die Neustrelitzer Wohnungsgesellschaft und das Landeszentrum Leea, der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte und die IHK Neubrandenburg die Charta unterschrieben haben.

„Ich bin stolz auf diese Stadt, in der ich als schwuler Mann und Unternehmer noch nie ein Problem hatte, vernünftig zu leben. Und ich wünsche mir, dass noch mehr Städte die Charta unterstützen “, betonte Hotelier Thomas Kraus vom Hotel Schlossgarten, seit 27 Jahren Wahl-Neustrelitzer. Ein Hotel ohne Vielfalt könne ohnehin nicht funktionieren und mit dieser Charta würde man noch einmal ein Zeichen nach außen setzen.