Maulwurfshaufen, Staub, Krähenlöcher:

Der schlimmste Trainingsplatz weit und breit

Die Trainingsbedingungen auf der Trainingsanlage sind abenteuerlich. Jetzt sollen ein Kunstrasenplatz und eine Kunststoffbahn her. Das wird allerdings teuer.

Wo die Maulwürfe nicht gegraben haben, haben Krähen den Platz durchwühlt. Hier lässt es sich schlecht trainieren.
Susanne Böhm Wo die Maulwürfe nicht gegraben haben, haben Krähen den Platz durchwühlt. Hier lässt es sich schlecht trainieren.

So manches Dorf hat einen besseren Bolzplatz. Die Wiese, auf der die Fußballer des FSV Mirow/Rechlin trainieren, gleicht einer Kuhweide. Die ganze Fläche ist mit Maulwurfshügel übersät, dazwischen haben Krähen auf der Suche nach Engerlingen Löcher in den Boden gewühlt. Die Beleuchtung ist schummerig. „In der dunklen Jahreszeit ist das Training für die Männer fast nicht möglich. Das wird schon langsam gefährlich. Der Platz ist nicht tragbar“, sagt Vize-Vereinsvorsitzender Uwe Jörß. Die Sportler seien aber auf den Trainingsplatz angewiesen. Auf dem Spielfeld könne nicht trainiert werden, denn die tägliche Belastung halte der Rasen nicht durch.

Doch es gibt noch mehr Probleme. Die Aschenbahn macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist von einer aschgrauen Schmutzschicht überzogen. Bei jeder Bewegung wird Staub aufgewirbelt. „Wenn die Schulkinder hier Sportunterricht haben, staubt es so, dass sie danach eigentlich duschen müssten, und die Lehrerin auch.“

Seit Jahren bemühen sich die Sportler um einen Kunstrasenplatz. Jetzt unternehmen sie einen neuen Anlauf. Uwe Jörß nutzte die Sitzung der Stadtvertreter, um den Plan vorzustellen. Demnach könnte der Hauptplatz um zehn bis 15 Meter in Richtung Jahnstraße verschoben werden. Dann wäre auf dem Gelände Platz für einen Kleinfeld-Kunstrasenplatz. Der jetzige Trainingsplatz könnte als Bolzplatz für Kinder  vorgehalten werden. Außerdem sind eine 400 Meter lange Kunststoffbahn und eine neue Weitsprunganlage vorgesehen. Eine erste Kostenschätzung liegt laut Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) bei rund 450 000 Euro. Das Land habe bereits signalisiert, dass eine Förderung theoretisch möglich wäre. Die Stadt müsste Eigenmittel aufbringen. Hier rechnet Karlo Schmettau mit rund 66 000 Euro. Der Verein müsste sich ebenfalls an der Finanzierung beteiligen.

Die Stadtvertreter hielten sich bedeckt. Karlo Schmettau sagte: „Das wird bei der Haushaltsplanung entschieden.“

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