Zaun kaputt, Schild weg, Tür ramponiert :

Die alte Irrenanstalt zieht Diebe magisch an

Bolzenschneider oder Blechschere kommen immer wieder auf der Domjüch zum Einsatz. Diebe machen sich dort zu schaffen. Dabei hat der Verein, der das  Areal betreut, bereits ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

Auf dem Gelände der Landesirrenanstalt Domjüch machen sich immer wieder Einbrecher zu schaffen.
Marlies Steffen Auf dem Gelände der Landesirrenanstalt Domjüch machen sich immer wieder Einbrecher zu schaffen.

60 Meter Maschendrahtzaun hat der Verein zum Erhalt der Domjüch gerade gesponsert bekommen. Jetzt ist ein Teil schon wieder zerstört. Einbrecher haben die Zaunmaschen gleich neben dem Eingangstor zerschnitten. Sie suchten das denkmalgeschützte Areal am Wochenende heim. Es ist nicht der erste Einbruch auf dem Gelände, das vom Verein zum Erhalt der Domjüch instand gehalten und auf dem die Geschichte der ehemaligen Landesirrenanstalt vermittelt wird.

„Dem Verein ist über die Jahre durch Einbrüche ein Schaden im fünfstelligen Bereich entstanden“, sagt Vereinsvorsitzende Christel Lau. Ein Bagger wurde beschädigt, ein Rasenmäher gestohlen, ein Wohnwagen aufgebrochen, ein Boot verschwand. Zwei Überwachungskameras gibt es auf dem Areal mittlerweile. An den Kameras aber haben sich die Einbrecher vorbeigemogelt.

Kameras bieten auch keinen Schutz

Das Gelände ist ohnehin zu groß, um alles zu erfassen. „Da müssten wir um die 20 Kameras aufstellen“, verdeutlicht Christel Lau. Beim jüngsten Einbruch hatten es die Täter unter anderem aufs Gebäude Männer II abgesehen. Das ist aus Sicherheitsgründen immer verschlossen. Die Tür war eingetreten, ein Fenster  zerstört. Inzwischen ist das Ganze notdürftig repariert. An einer Werkstatttür fehlen Schrauben, die Täter konnten ihr Werk offenbar nicht vollenden. Auch das gelbe Domjüch-Schild, das bislang auf der Anstalt den Weg wies, ist verschwunden

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