Ansommern bitte:

Die Hauptstadt pilgert in die Seenplatte

Stadtrundgang, Schlossbesuch, Schnupper-Urlaub hier und dort. Beim „Ansommern“ lud die Tourismusbranche am Wochenende 48 Stunden lang zum Entdecken in die Seenplatte ein. Reporter Tobias Lemke hat sich für einen Tag ins Getümmel geschmissen. 

Foto mit Prinz und Prinzessin - Das war auf der Schlossinsel in Mirow möglich und ein gefragtes Andenken.
T. Lemke Foto mit Prinz und Prinzessin - Das war auf der Schlossinsel in Mirow möglich und ein gefragtes Andenken.

Radiospots und Plakate hatten bis zuletzt in der Hauptstadt zum Ansommern in die Seenplatte eingeladen. Mit dem ersten Regionalexpress aus Berlin reisen rund 300 Gäste in Neustrelitz an. Vor dem Bahnhof stehen Busse von fünf Unternehmen, die die Anreisenden in Richtung Kratzeburg, Boek, Rechlin und Mirow oder zum Weltnaturerbe-Wald nach Serrahn bringen sollen.

Der erste Bus auf der roten Route nach Kratzeburg ist schneller voll als gedacht. Weitere Besucher verteilen sich auf die Neustrelitzer Trolli-Bahn, nehmen am Stadtspaziergang teil oder setzen sich in die Kleinseenbahn nach Wesenberg. Auch die nächsten Züge sind voll. Am Ende des ersten Tages werden die Organisatoren von rund 1000 Gästen sprechen. Genauso viele werden am Sonntag gezählt.

Wie wärs denn mal mit Anwintern?

Das Ansommern, es ist eine Marketing-Aktion, die erst in den kommenden Monaten und Jahren Früchte tragen soll, sagt Frank Fechner, verantwortlich für den Tourismus bei der Stadt Neustrelitz. Von rund 40 Prozent Rückkehrern gehe man bei solchen 48-Stunden-Aktionen aus.

Busfahrer René Plöger, der von Wesenberg aus auf der orangenen Route die Gäste nach Ahrensberg, Strasen, Priepert oder Wustrow bringt, kann sich nicht beklagen. „Ich bin angenehm überrascht“, erzählt er, dass seine Touren voll sind. Vor allem aber haben die Kurztrip-Urlauber gute Laune. „Und sind die Gäste gut gelaunt, dann ist es auch der Busfahrer“, sagt Plöger.

Sabine und Antje Bungartz aus Berlin fahren mit ihm nach Strasen. Ihr Ziel ist die Alpaka-Zucht von Familie Rebom. Sie werden in Strasen übernachten und später noch eine Wanderung mit den Alpakas unternehmen. Reboms, die mit ihrer Herde auch auf touristische Angebote setzen, begrüßen die 48-Stunden-Aktion. „Vielleicht ist so etwas sogar mal im Winter denkbar“, schlägt Sabine Rebom vor.  

 

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Kommentare (1)

Die Frage ist doch, wie kommen die Bungartz, wenn sie nochmal wiederkommen wollen, dann noch Strasen? Sicher nicht mit dem Bus. Denn da fährt der letzte Freitag Mittag und dann erst wieder Montag früh...