Nordkurier-Beitrag bestätigt Verdacht:

Die Masche mit den Millionen: Betrüger suchen neues Opfer

Ein Unternehmer sollte mehrere Millionen Euro erben. Das Problem an der Sache: Den angeblichen verstorbenen Verwandten kannte der Mann gar nicht. Bei der Recherche im Internet stieß er auf einen Zeitungsbeitrag aus Neustrelitz, der vor ähnlichen Tricks warnte.

Bereits vor Monaten hatte der Nordkurier über die Masche mit dem Millionenerbe berichtet. Jetzt versuchten die Betrüger erneut ein Opfer zu finden.
Faksimile Hannes Ackermann Bereits vor Monaten hatte der Nordkurier über die Masche mit dem Millionenerbe berichtet. Jetzt versuchten die Betrüger erneut ein Opfer zu finden.

Ronald Krieger aus einem Ort unweit von Koblenz hat sich gleich so etwas gedacht: An der Sache mit dem Geld, das ihm unverhofft zufließen sollte, musste doch was faul sein. Trotzdem hat der Rheinland-Pfälzer sicherheitshalber das Internet bemüht. Und bekam angesichts eines in Neustrelitz verfassten Nordkurier-Beitrags Gewissheit: Die Nummer mit dem angeblichen Millionen-Erbe war mit Sicherheit doch wieder die reine Abzocke.

Krieger, der in Münstermalfeld bei Koblenz ein Montagebau-Unternehmen betreibt, bekam fast wortgenau das gleiche Fax, das Monate zuvor auch im Geschäft der Neustrelitzer Unter­nehmerin Katrin Rauchmann auf den Tisch geflattert war: Eine spanische Anwaltskanzlei stellte einen erheblichen Geldbetrag in Aussicht, den ein Verstorbener hinterlassen habe. Nicht einmal beim Vornamen waren die Ver­fasser des Schreibens besonders wählerisch. So hieß der Verstorbene sowohl bei Rauchmanns als auch bei Kriegers „Johnson“.

Genau wie Familie Rauchmann aus Neustrelitz bekam auch Ronald Krieger beim Anblick des Faxes nicht den großen Hunger auf das vermeintlich große Geld. Und wandte sich an den Nordkurier, um auf den erneuten Anlauf der Betrüger aufmerksam zu machen. Dabei sei das Ganze doch ziemlich plump. „Wenn ich einen Onkel in Amerika hätte, wüsste ich das doch“, meint der Mann aus Münstermalfeld. Doch die Trickbetrüger werden offenbar nicht alle. Davor kann – auch an dieser Stelle – nicht oft genug gewarnt werden.

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